Freiwilliges Engagement in der Jugendarbeit stärken und qualifizieren, Beteiligung junger Menschen verbessern und Vielfalt in der Jugendarbeit erlebbar machen – dafür steht das niedersachsenweite Förderprogramm „4Generation – Vielfalt – Beteiligung – Engagement in der Jugendarbeit“. Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung stellt in den kommenden fünf Jahren insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung..
Niedersachsen ändert Laufbahnverordnung für Lehrkräfte
Die Landesregierung hat in ihrer Kabinettssitzung am 23. 09. der Änderung der „Niedersächsischen Verordnung über die Laufbahn der Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Bildung (NLVO-Bildung)“ zugestimmt. Ziel der Anpassung ist es, bestehende Regelungen zu aktualisieren und den sogenannten Quereinstieg zu erleichtern, indem für den Erwerb einer Lehrbefähigung künftig nur noch eine mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit erforderlich ist.
Die NLVO-Bildung regelt in Niedersachsen die Voraussetzungen für den Erwerb einer Lehr- und Laufbahnbefähigung in der Fachrichtung Bildung. Sie legt insbesondere fest, welche Qualifikationen erforderlich sind, sowohl für den klassischen Ausbildungsweg als auch für den Quereinstieg – und unter welchen Bedingungen die Lehrbefähigungen der anderen Länder der Bundesrepublik anerkannt werden.
Die wesentliche Neuerung liegt dabei nicht im Einstieg selbst, sondern im weiteren Berufsweg: Der Erwerb einer vollwertigen Lehrbefähigung wird damit für Quereinsteigende erleichtert und beschleunigt. Bislang war hierfür eine mindestens vierjährige einschlägige Berufstätigkeit erforderlich, die nun um ein Jahr gekürzt wird. Ferner können künftig auch berufliche Tätigkeiten im Schuldienst selbst stärker angerechnet werden, etwa wenn Lehrkräfte bereits als Quereinsteigende unterrichten. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Erwerb der Lehrbefähigung dadurch beschleunigt werden.
Damit reagiert das Land auf den hohen Bedarf an Lehrkräften. Darüber hinaus wird der Umgang mit Lehrbefähigungen aus anderen Bundesländern erstmals eigenständig geregelt. Lehrkräfte im Bereich Fachpraxis müssen zukünftig keinen Realschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsstand nachweisen. Aufgrund ihres beruflichen Werdegangs verfügen diese Bewerberinnen und Bewerber in der Regel bereits über entsprechende oder höhere Qualifikationen.
Zudem werden nicht mehr benötigte Übergangsvorschriften gestrichen. Dadurch wird das Regelwerk insgesamt übersichtlicher und einfacher anwendbar.
Kultusministerin Julia Willie Hamburg betont: „Mit der jetzigen Anpassung dieser Verordnung erleichtern und beschleunigen wir den Erwerb einer vollwertigen Lehrbefähigung für Quereinsteigende. Diese Änderungen markieren einen weiteren wichtigen Schritt auf unserem Weg der 1.000 Schritte, den Lehrkräftemangel wirksam zu bekämpfen, die Unterrichtsversorgung an niedersächsischen Schulen nachhaltig zu sichern und Kollegien und Schulen weiter zu entlasten.“
Hintergrund
Im Schuljahr 2025/2026 wurden in Niedersachsen 169 Lehrkräfte im Quereinstieg eingestellt. Zusätzlich wurden 392 Lehrkräfte übernommen, die ihre Lehramtsausbildung in anderen Bundesländern absolviert haben. Im Rahmen des Lehrkräfteaustauschverfahrens wurden außerdem 111 Lehrkräfte nach Niedersachsen versetzt, für die jeweils ein Anerkennungsverfahren durchgeführt werden musste. Auch die Anerkennung internationaler Abschlüsse spielt eine wichtige Rolle: In den vergangenen drei Jahren wurden durchschnittlich rund 330 Anträge pro Jahr zur Anerkennung ausländischer Lehrkräftequalifikationen gestellt. Diese Zahlen zeigen, dass Quereinstieg und Anerkennung bereits heute zentrale Elemente der Lehrkräftegewinnung sind.
Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo
Mit POW und WOW: Kulturstadt Hannover kooperiert mit Event-App „Was Geht“
Die Landeshauptstadt Hannover zeigt die ganze Bandbreite ihrer kulturellen Kraft und Vielfalt unter der Marke Kulturstadt Hannover. Jetzt wird diese Marke in die Event-App „Was Geht“ integriert – für noch mehr Sichtbarkeit und Raum für die Kultur in Hannover.
In der App „Was Geht“ stehen die Kulturstadt-Angebote kleinerer Akteurinnen und Akteure gleichberechtigt neben denen größerer Kulturinstitutionen. „Schluss mit dem hannoverschen Understatement. Hannover ist Kulturstadt und das zeigen wir auch!“, betont Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender und sagt weiter: „Mit der Kooperation von Kulturstadt Hannover und ‚Was Geht‘ rücken spartenübergreifend Kulturveranstaltungen von Einrichtungen der Stadt, des Landes und der freien Szene in den Fokus, ob großes Stadionkonzert, kleineres Galerie-Event oder eine Veranstaltung der Stadtteilkultur. Und zwar so übersichtlich, dass Hannovers kultureller Reichtum bis in die Stadtteile, also dort, wo Hannover besonders lebendig ist, leicht auffindbar und damit zugänglich wird. Ich freue mich sehr, dass wir mit Ronja Nickel eine starke Gründerin gefunden haben, die diesen inhaltlichen Anspruch mit uns teilt“.
„Ich habe ‚Was Geht‘ mit dem Ziel gegründet, Kultur für alle sichtbar und erlebbar zu machen. Umso mehr freut es mich, mit der Kulturstadt Hannover eine starke Partnerin an meiner Seite zu wissen, die diese Vision nicht nur teilt, sondern auch gemeinsam mit mir in die Tat umsetzt“, sagt Gründerin und Geschäftsführerin Ronja Nickel.
Die APP Was Geht – erkennbar am orangenen W auf hellblauem Grund - ist kostenlos unter Google Play und im Apple AppStore erhältlich
Die Zusammenarbeit zwischen der Kulturstadt und „Was Geht“ läuft gemäß Ausschreibung zunächst für ein Jahr mit der Option auf Verlängerung.
Ute Micha, PreDiNo / Sigrd Lappe, HaWo.






Förderprogramm "4Generation" für Vielfalt, Beteiligung Engagement für Jugendarbeit
Die Anträge für Projekte können unter 4generation gestellt werden. Die Antragstermine sind jeweils zum Monatsersten, Start der beantragten Projekte kann dann frühestens jeweils einen Monat nach Fristende sein.
Die Projektideen sollen dabei von jungen Menschen in Jugendverbänden, -gruppen, -initiativen und -einrichtungen entwickelt, und umgesetzt werden.
Das Förderprogramm „4Generation – Vielfalt -Beteiligung -Engagement in der Jugendarbeit“ fördert seit Anfang 2021 innovative und kreative Projektideen von Jugendgruppen, -verbänden und -initiativen.
Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo
