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von Sigrid Lappe 23. Mai 2026
Kultur im Schloss: Ottolien Indie-Pop-Duo sorgt am 4. Juni für frische Sounds Team Kultur verlost zwei Freikarten Ottolien, das sind Leo und Jonas, Brüder und Band. Der eine Produzent und Rapper, der andere Singer-Songwriter an der Akustikgitarre. Seit ihrem 2023 erschienenen Debütalbum „Wir tun uns so gut weh“ haben sich die beiden in der deutsch-sprachigen Indie-Szene etabliert, spielen auf Festivals und überzeugen durch selbstironische, gefühlvolle, bilderreiche Texte und ausgefallene elektronische Sounds. Nun sind die beiden Wahlhannoveraner mit ihrem zweiten Album „Bleib lieb“ auf Tour und auch im Schloss Landestrost zu Gast.
von Sigrid Lappe 21. Mai 2026
Feierliche Eröffnung der 17. KunstFestSpiele Herrenhausen Die 17. KunstFestSpiele in und rund um die Herrenhäuser Gärten in Hannover werden am Fr., 22.5.2026, mit Philip Glass‘ legendärer Minimal-Music-Oper Einstein on the Beach in konzertanter Fassung mit Suzanne Vega im Neuen Rathaus von Hannover und einem eigens eingerichteten, sommerlichen Beach Club am Maschteich von Intendantin Brigitta Muntendorf und Oberbürgermeister Belit Onay eröffnet. Als Prolog findet bereits am Donnerstag., 21.5. um 19:00 Uhr ein Gespräch in der Orangerie Herrenhausen im Rahmen der neu eingeführten SpektakelAkademie statt. Gemeinsam mit der VolkswagenStiftung laden die KunstFestSpiele bei freiem Eintritt zu Dialogen zwischen Wissenschaft und Kunst mit prominenten Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmern ein: Thema am Donnerstag ist ‚ Authentizität als Illusion? ‘ Am gesamten Pfingstwochenende erwartet das Publikum ein abwechslungsreiches Programm: Die vergangene Woche bei den Wiener Festwochen uraufgeführte und vom Publikum gefeierte Musiktheaterarbeit The Day Before von Komponistin Brigitta Muntendorf und Regisseurin Christiane Jatahy feiert in der DHC-Halle Deutschlandpremiere (Sa 24.5. und So 25.5.).
von Sigrid Lappe 20. Mai 2026
Tanz & Performance bei den KunstFestSpielen 2026: Drei deutsche Erstaufführungen und ein buntes Programm Die KunstFestSpiele bieten 2026 ein abwechslungsreichen Tanz- und Performanceprogramm mit drei deutschen Erstaufführungen. Das Performanceprogramm richtet sich vor allem an Kinder, Familien und alle Neugierigen (aber explizit auch an Erwachsene): Am KinderKunstSpektakel am So 24.5. und Mo 25.5. entwickeln die Bälle in Ballroom ein magisches Eigenleben und durchbrechen die Gesetze von Zeit und Raum. Das verspielte Roboter-Ballett Simple Machines fragt humorvoll danach, wie wir mit der digitalen Transformation umgehen wollen. Bei beiden Veranstaltungen heißt es schnell sein, da sie bereits fast ausverkauft sind. Key Jack ist ein virtuoses Klavierkonzert und ein Zaubertrick für Augen und Ohren, bei dem man fast vergisst, dass gar kein Klavier vorhanden ist.  Am Mi 29.4. ruft die zweite Veranstaltung der neuen SpektakelAkademie : Anlässlich des 120. Geburtstages von Hannah Arendt und hinführend zur Premiere von The Day Before von Brigitta Muntendorf, Christiane Jatahy und Rosa Montero laden die Kunstfestspiele gemeinsam mit den HANNAH ARENDT TAGEN und dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover zum Talk Acts of Peace in Times of War in die Orangerie ein. Ausgangspunkte sind der Mythos der Ilias und die von Hannah Arendt und ihrer Zeitgenossin Simone Weil geprägten Begriffe zu Gewalt, Macht und Freiheit. Die Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Aleida Assmann und der Historiker Jörn Leonhard diskutieren über die Frage, die heute bittere Aktualität hat: Wie kann Krieg beendet werden? Der Eintritt ist frei. Bitte vorab anmelden . Chapters of Celebration des belgischen Regisseurs Benjamin Abel Meirhaeghe zollt am So 31.5 . dem feiernden Körper Tribut. (Foto unten 1). In Koproduktion mit den KunstFestSpielen inszeniert der US-amerikanische Choreograf Trajal Harrell mit seinem berührenden Solo Music Music am Di 2.6. Musik als im Körper archivierte Erinnerung und Geschichte. Und in My Fierce Ignorant Step lässt der griechische Choreograf Christos Papadopoulos am Do 4.6. zehn Tänzerinnen und Tänzer im gemeinsamen Rhythmus ihrer Schritte zu einem vielschichtigen Körper verschmelzen. Das Postdigitale Morgenritual wird in Kooperation mit dem Fuchsbau Festival realisiert und verbindet am Sa 6.6. Performance mit Konzert und Hybrid Art und erforscht wie Mensch und Maschine produktiv zusammenwirken können: Um 5:00 morgens öffnen sich die Herrenhäuser Gärten für dieses besonderes Morgenritual mit integriertem Frühstück in der freitagsküche.
von Sigrid Lappe 20. Mai 2026
Verbindung von Gebet und Musik in der Basilika St. Clemens Die vierte Orgelvesper am Samstag, 23. Mai um 18.30 Uhr in der Basilika in Hannover widmet sich in der Pfingstzeit dem Leitgedanken „Begeisterung“ . Es spielt Magdalena Andrulewicz aus Laatzen. Als Vesper wird in der Katholischen Kirche das Abendgebet bezeichnet. Es dient gläubigen Menschen vor allem, sich der Gegenwart Gottes zu erinnern, das am Tag Erlebte und die Hoffnung für den neuen Morgen vor ihn zu bringen. In der Orgelvesper werden in diesem Sinne Musik und Gebet besonders verbunden. Magdalena Andrulewicz (Jahrgang 1998) wirkt seit März 2023 als Kreiskantorin im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Laatzen-Springe. Zuvor war die gebürtige Polin von 2017 bis 2022 als Kirchenmusikerin an der St.-Willehad-Kirche in Groß Grönau tätig.Die Vesper greift in Programm und Gebet die pfingstliche Begeisterung auf. Feuer und Taube, aber auch der Wind als Ausdruck des Heiligen Geistes stehen für das Pfingstfest, das als Geburtstag der Kirche gilt. Entsprechend fröhlich-begeisternd ist das Programm gestaltet. Magdalena Andrulewicz wird unter anderem Stücke von Jacques-Nicolas Lemmens, Johann Sebastian Bach und Denis Bédard auf der Klais-Orgel in der Basilika St. Clemens spielen. Liturgisch wird die Vesper, das Abendgebet in der Katholischen Kirche, von Hans-Joachim Osseforth gestaltet. Danach gehen die Reihe in eine kleine Pause: Die fünfte Orgelvesper am Samstag, 24. Oktober, 18:30 Uhr, widmet sich angesichts des Erntedankfestes der „Dankbarkeit“. Es spielt Rainer Oster (Saarbrücken). Das bedeutet aber nicht, dass die Kirchenmusik an der Basilika pausiert: Im Juni stehen unter anderem die Tage für Alte Musik „clemenseinst“ mit drei Konzerten, im August dann ein Worship-Open-Air auf dem Platz vor der Basilika an.
von Sigrid Lappe 16. Mai 2026
Triumphales Gastspiel in Madrid: Ballett Hannover unter Goyo Montero feiert internationalen Erfolg Mit einem umjubelten Gastspiel in Madrid hat das Staatsballett Hannover unter der Leitung von Goyo Montero einen bedeutenden Erfolg gefeiert. Die Vorstellungen der Produktion Goldberg im Centro Danza Matadero (7.–9. Mai 2026) waren ausverkauft und wurden von Publikum und Presse gleichermaßen begeistert aufgenommen. Dieses erste Gastspiel der Compagnie unter Montero seit dessen Amtsantritt zur Spielzeit 2025/26 markiert zugleich einen eindrucksvollen Auftakt für die internationale Ausrichtung des Ensembles. Montero kehrte mit dem Gastspiel in der spanischen Hauptstadt erstmals nach vielen Jahren mit seiner Compagnie in seine Heimatstadt zurück. Die Reise des Staatsballetts Hannover wurde so auch zu einem künstlerischen Heimkommen Monteros und zu einer Präsentation der neuen künstlerischen Handschrift des Ensembles auf internationalem Parkett. Die spanische Presse würdigte insbesondere die künstlerische Tiefe von Monteros Arbeit sowie das außergewöhnliche Niveau der Kompanie. Hervorgehoben wurden die „außergewöhnliche physische Präsenz“, die „musikalische Durchdringung“ der Choreografie und das präzise Zusammenspiel der 28 Tänzerinnen und Tänzer, die als „Organismus von beeindruckender Geschlossenheit“ wahrgenommen wurden. 
von Sigrid Lappe 12. Mai 2026
Staatsoper Hannover stellt die Spielzeit 2026/27 vor Opernklassiker, Musiktheater, Tanztheater und Konzertformate Bodo Busse hat am 12. Mai die Spielzeit 2026/27 der Staatsoper Hannover vorgestellt. Die neue Saison verbindet große Opernklassiker, zeitgenössisches Musiktheater, internationales Tanztheater und vielfältige Konzertformate zu einem Programm, das künstlerische Exzellenz und gesellschaftliche Offenheit gleichermaßen in den Mittelpunkt stellt.
von Sigrid Lappe 8. Mai 2026
Staatsoper Hannover bringt „Homo Oeconomicus“ auf die Bühne Der Wohlstand der Nationen Oper von Andrea Tarrodi, Libretto von Helena Röhr Noch bis 31.05. 2025 im Spielplan Die Uraufführung ist ein Auftragswerk der Staatsoper Hannover Einführung: 45 Minuten vor Beginn, Englisch mit deutschen Übertiteln, ca. 1 Stunde 50 Minuten, eine Pause „Wären es ‚Lehman Sisters‘ und nicht ‚Lehman Brothers‘ gewesen, sähe die Welt heute vielleicht ganz anders aus,“ so Christine Lagarde. Als Adam Smith, der Begründer der politischen Ökonomie, an seinem Hauptwerk „Der Wohlstand der Nationen“ arbeitete, lebte er mit seiner Mutter Margareth Douglas zusammen. Dass jeder seinen eigenen Vorteil verfolge, so Adam Smith, sei Grundlage für das Wohlergehen der ganzen Gesellschaft. Als er diesen Grundgedanken ausarbeitete, sorgte seine Mutter für sein alltägliches Wohlergehen. Und vermutlich kochte sie ihm auch an dem Tag ein Abendessen, als er schrieb: „Nicht vom Wohlwollen des Metzgers, Brauers und Bäckers erwarten wir das, was wir zum Essen brauchen, sondern davon, dass sie ihre eigenen Interessen wahrnehmen.“
von Sigrid Lappe 3. Mai 2026
Bodo Busse bringt Bus-Abo an den Start Mit ÜSTRA-Öffis in die Oper und zurück Ab der kommenden Spielzeit 2026/27 erweitert die Staatsoper Hannover ihr Angebot und geht dabei neue Wege: Gemeinsam mit ÜSTRA Reisen startet Intendant Bodo Busse ein neues Bus-Abo, das Besucherinnen und Besuchern eine komfortable und unkomplizierte Anreise zu ausgewählten Vorstellungen ermöglicht. Das neue Angebot richtet sich insbesondere an Menschen aus dem Umland sowie an alle, für die der Weg in die hannoversche Innenstadt bislang mit Hürden verbunden war. An ausgewählten Vorstellungsterminen fahren Busse aus verschiedenen Himmelsrichtungen direkt zur Staatsoper Hannover und bringen das Publikum nach der Vorstellung wieder sicher zurück.  Zum Einsatz kommen reguläre Linienbusse der ÜSTRA, die barrierearm ausgestattet und absenkbar sind. Damit wird auch Besucherinnen und Besuchern mit eingeschränkter Mobilität eine komfortable Anreise ermöglicht..
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Torben Kessler © Kerstin Schomburg


Mitmachen – zuhören - staunen

„Töne, Tänze, Tasten aus dem Flimmerkasten“ – Musikschule bestreitet Fernsehsendung auf h1

Unter dem Titel "Töne, Tänze, Tasten aus dem Flimmerkasten“ sendet die Musikschule der Landeshauptstadt Hannover seit 1. März täglich um 10 und um 14 Uhr auf dem Sender h1.

Kinder im Kita- und Grundschulalter sowie die ganze Familie sind mit vielen kleinen Beiträgen zum Singen, Musizieren und Tanzen eingeladen. Das geht in der Küche, im Wohnzimmer, auf dem Balkon - oder im Flimmerkasten.

Es gibt viel zu sehen, zu hören und auch zu lernen, bei Melodien zum Träumen, Liedern zum Mittanzen und Instrumenten zum Kennenlernen. „Gerade in der derzeit für Kinder besonders belastenden Situation ist es wichtig, dass sie weiter Musik machen können. Die Musikschule der Landeshauptstadt und das Bürgerfernsehen h1 zeigen in dieser vielseitigen und liebevoll für Kinder produzierten Serie, wieviel Lebensfreude Musik und Tanz in unseren Alltag bringen. 

Es gibt viel zu sehen, zu hören und auch zu lernen, bei Melodien zum Träumen, Liedern zum Mittanzen und Instrumenten zum Kennenlernen. „Gerade in der derzeit für Kinder besonders belastenden Situation ist es wichtig, dass sie weiter Musik machen können. Die Musikschule der Landeshauptstadt und das Bürgerfernsehen h1 zeigen in dieser vielseitigen und liebevoll für Kinder produzierten Serie, wieviel Lebensfreude Musik und Tanz in unseren Alltag bringen. h1 macht es möglich, dass Familien und Kinder ihre Lehrkräfte der Musikschule zwar nicht in der Kita, aber dafür jetzt sogar ‚im Flimmerkasten‘ erleben können. Die Lehrkräfte können auf diesem Wege zum Mitmachen motivieren. Diese Sendung ist eine echte Bereicherung“, erläutert Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf die Idee hinter der neuen Sendereihe. 

Die Sendung ist eine Kooperation zwischen der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover und dem Offenen Kanal h1. Seit 1. März sind täglich um 10 Uhr und um 14 Uhr abwechslungsreiche Sendungen von circa 25 Minuten Länge zu sehen. Montags und mittwochs wird es jeweils neue Folgen geben, die an den anderen Tagen wiederholt werden.

Die Sendungen sind zu sehen: im Kabelnetz Analog: Sonderkanal 11/Euronews, Digital: anbieterabhängig und im Internet-Live-Stream: https://h-eins.tv. Außerdem sind die Sendungen in der Mediathek von h1 nach dem Sendetermin unter h-eins.tv/programm jederzeit abrufbar, Video: youtu.be

Einen Fernseher hat wirklich fast jede Familie. Also: h1 einschalten und mitmachen bei „Töne, Tänze, Tasten aus dem Flimmerkasten“!




Fest verankert: Hannovers Schauspiel erinnert an Opfer rechter Gewalt und Rassismus

Das soll eine bleibende Erinnerung sein: Im Foyer des Schauspielhauses Hannover wurde eine Wandtafel fest installiert, die an prominenter Stelle im Eingangsbereich unter der Überschrift "Say their names" die Namen von Todesopfern rechter Gewalt in Deutschland auflistet. Diese Liste wird seit 1990 geführt und sie beruht auf Recherchen der Amadeu Antonio Stiftung. Sie soll stetig ergänzt werden.

Eine Arbeitsgruppe des Schauspiel-Ensembles hat in Zusammenarbeit mit Leyla Ercan, die seit 2019 als Agentin für Diversität am Staatstheater angestellt ist, Ideen und Aktionen entwickelt, um nachhaltig und sichtbar Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu setzen - auch über die Spielzeiten hinaus.

Zu dieser Aktion sagt Schauspiel-Intendantin Sonja Anders: "Über Erinnerungskultur und Aufarbeitung rassistischer Übergriffe wird viel diskutiert, und trotzdem passiert insgesamt noch viel zu wenig. Dem Ensemble und mir ist es wichtig, sich mit einem starken Signal mit all denjenigen zu solidarisieren, die tagtäglich Opfer von Gewalt und Rassismus werden."

Sonja Anders arbeitet seit ihrem Amtsantritt im Herbst 2019 gemeinsam mit dem Schauspiel-Ensemble daran, Fragen von Diversität und Öffnung sowie Themen wie Rassismus, Klassismus und Geschlechtergerechtigkeit stärker in den Fokus zu rücken.

 Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo 


Geschichte im Blick

Die Staatstheater erinnern mit einer Info-Tafel an die wechselhafte Geschichte des Ballhofes

Der 1664 erbaute Ballhof blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Eine durch die Staatstheater Hannover angebrachte Info-Tafel bringt auch die Schattenseiten der Geschichte in Erinnerung.
Anlass ist, dass an der Fassade des angegliederten Spitta-Gebäudes bis heute ein von den Nationalsozialisten angebrachter Ausspruch sowie eine Sig-Rune zu sehen sind. Diese Rune war das Emblem des „Deutschen Jungvolks“, einer Unterorganisation der Hitlerjugend - und gehört heute zur Liste verbotener Zeichen in der Bundesrepublik Deutschland. Ab 1939 wurde der Ballhof als Heim der Hitlerjugend genutzt, im anliegenden Spitta-Haus war bis 1943 ein Heim für den Bund Deutscher Mädel untergebracht.

Der 1664 erbaute Ballhof blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Eine durch die Staatstheater Hannover angebrachte Info-Tafel bringt auch die Schattenseiten der Geschichte in Erinnerung.

 Anlass ist, dass an der Fassade des angegliederten Spitta-Gebäudes bis heute ein von den Nationalsozialisten angebrachter Ausspruch sowie eine Sig-Rune zu sehen sind. Diese Rune war das Emblem des „Deutschen Jungvolks“, einer Unterorganisation der Hitlerjugend - und gehört heute zur Liste verbotener Zeichen in der Bundesrepublik Deutschland. Ab 1939 wurde der Ballhof als Heim der Hitlerjugend genutzt, im anliegenden Spitta-Haus war bis 1943 ein Heim für den Bund Deutscher Mädel untergebracht.
Nach mehreren Initiativen und Anläufen hatte der Bezirksrat Mitte erst Ende Januar diesen Jahres gefordert, die Symbole an der denkmalgeschützten Fassade zu kommentieren und das Ballhof-Areal historisch einzuordnen.

Die Landeshauptstadt Hannover ist nun mit der Anbringung einer Info-Tafel beauftragt, was aber erfahrungsgemäß Jahre dauern kann!
Die Mitarbeitenden der Niedersächsischen Staatstheater Hannover, die den denkmalgeschützten Ballhof als Spielstätte nutzt, stören sich schon seit vielen Jahren daran. "Das ist ein geradezu unerträglicher Zustand und es war längst überfällig, dass hier etwas unternommen wird", erklärt Schauspiel-Intendantin Sonja Anders. "Theater sind Orte der Demokratie."
Auch Staatsopern-Intendantin Laura Berman betont die Dringlichkeit dieser Maßnahme: "Wir stehen nicht nur auf der Bühne für Werte der Freiheit und Solidarität. Dass wir tagtäglich in einem Gebäude arbeiten, welches Nazi-Symbole an der Fasse trägt, ist nachvollziehbarer Weise für viele Mitarbeitende nicht akzeptabel."
Die Info-Tafel der Staatstheater überbrückt nun die Zeit, bis die Stadt eine geeignete Form der längst überfälligen Aufarbeitung der Ballhof-Geschichte installiert hat.
Für eine lebendige und kritische Erinnerungskultur stehen auch viele künstlerische Projekte und Aktionen der Staatstheater Im Foyer des Schauspielhauses erinnert unter dem Titel „
Say their names“ seit Janaur eine Installation an die Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland. Zuletzt traten die Ensembles der Staatstheater Hannover mit einer gemeinsamen Video-Aktion auf, um an die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau vor einem Jahr zu gedenken.

Staatstheater/PreDiNo/HaWo


Junge Filmschule ebnet den Weg „to the Movies“
Zwölf- bis 18-Jährige lernen in Online-Workshops das Filmemachen

Die nächste Erfolgsserie für Netflix produzieren? Steven Spielberg beerben und in Hollywood auf dem Regiestuhl Platz nehmen? Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren haben sich unter dem Motto „To the Movies 2021“ für die Junge Filmschule beworben und haben damit die Chance, bei echten Profis das Filmemachen zu lernen. Acht Nachwuchsfilmerinnen und -filmer oder Teams nehmen teil. Coronabedingt finden die Ganztagesworkshops online statt. 

An sieben Wochenenden lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Weg von der Drehbuchentwicklung bis zum fertigen Schnitt. Am Ende steht der eigene fertige Kurzfilm.

Dem Nachwuchs steht ein Team aus Profis zur Seite: Filmemacher und Fotograf Martin Bargiel, Diplom-Tonmeister Henrik Cordes, Regisseur und Cutter Damian Schiporeit, Drehbuchautor und Regisseur Ulrich Klingenschmitt und Cutter Manuel Sanchez. Die Leitung hat von Uwe Plasger vom Medienzentrum der Region Hannover.

„Am wichtigsten ist, dass die Bewerberinnen und Bewerber Spaß am Filmen haben und bereit sind, an allen sieben Wochenenden dabei zu sein“, sagt Projektleiter Uwe Plasger.

Informationen zum Ausbildungsprogram „To the Movies 2021“ im Internet unter to-the-movies