Kindgerechte Version des Nussknackers im Theater am Aegi

 

  Am späten Donnerstagnachmittag, 4. Dezember, präsentiert ab 17 Uhr das Prager Festspielballett eine kindgerechte Version des Nussknackers im Theater am Aegi.

Ein Erzähler begleitet und erklärt das Ballett für die kleinen Gäste. 

Tickets für die Vorstellung kosten zwischen 31,40 und 43,60 Euro und lassen sich unter reservix.de erwerben.

 

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


von Sigrid Lappe 5. Januar 2026
Kulturbüro bringt Junge Kultur ins Kino im Künstlerhaus Live-Event, das Musik und Film zusammenbringt am 23. Januar im KoKi Soundtrax 2026: Sechs Bands, sechs Genres – ein Abend, an dem Film neu klingt Mit Soundtrax erwartet das Publikum am 23. Januar um 20 Uhr im KoKi ein außergewöhnliches Live-Event, das Musik und Film zusammenführt. Sechs Bands unterschiedlichster Stilrichtungen treten an, um bekannte Film- und Serienmusik live neu zu interpretieren. Während auf der Leinwand der Trailer läuft, entstehen Interpretationen, die von feinfühlig bis ekstatisch, von elektronisch bis experimentell reichen – immer aber einzigartig sind. 
von Sigrid Lappe 5. Januar 2026
7. Grand Prix im Weihnachtscircus Hannover verliehen Publikum krönt am 4. Januar 2026 gleich drei Königinnen der Lüfte und belohnt höchste chinesische Perfektion. Bei der traditionellen Siegerehrung des Publikumswettbewerbs am Sonntagmittag auf dem Schützenplatz konnte sich das wagemutige DUO ANTRESOL als Sieger feiern lassen. Die beiden russischen Akrobatinnen hatten in den Vorstellungen jedes Mal Begeisterungsstürme ausgelöst, wenn sie in der Höhe von bis zu zehn Metern im Luftring ihre unvergleichliche und nicht ungefährliche Akrobatik scheinbar federleicht zelebrierten. Das Publikum belohnte Svetlana Mihnyuk und Alina Gabasova mit einem großen Punktevorsprung vor allen anderen Teilnehmern. Für Platz 2 konnte sich die ACROBATIC TROUPE OF DEZHOU CITY mit ihren höchst präzisen synchronen Diabolo-Jonglagen in einem wahren Farbenrausch feiern lassen. Eine weitere Heldin der Höhe kam auf Platz 3: Powerfrau KATERYNA KORNEVA, die 2025 bereits viele wichtige Preise bei Festivals errungen hatte. Ihr Auftritt am Aerial Pole samt kleinem Luftring zog das Publikum in seinen Bann.
von Sigrid Lappe 5. Januar 2026
Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit Rund um den Tag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar zogen die Sternsingerinnen und -sänger von Haus zu Haus, sangen, brachten den Segen und sammelten Spenden für Kinder in Not. „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ heißt das Leitwort der 68. Aktion der katholischen Kirche Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder die Sternsingerinnen und -sänger von Tür zu Tür zogen, stand der Einsatz gegen Kinderarbeit im Mittelpunkt. I n diesem Jahr steht die Aktion als Hilfe für Bangladesch: Viel zu jung, kein Schulbesuch, schädlich für Gesundheit und Entwicklung: Das ist Kinderarbeit. Ausbeuterische Kinderarbeit verletzt Kinderrechte und ist international verboten. Die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handel. In Bangladesch, dem Beispielland der Aktion, lebt etwa ein Drittel der 167 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner in Armut. Um zum Familienunterhalt beizutragen, brechen viele Kinder die Grundschule ab und gehen arbeiten. Trotz Fortschritten im Kampf gegen die Kinderarbeit, arbeiten in Bangladesch noch rund 1,8 Millionen Kinder, darunter 1,1 Millionen unter ausbeuterischen Bedingungen. Mit der Aktion werden nicht nur Projekte zur (Wieder-)einschulung von Kindern unterstützt, sondern auch ein politisches Zeichen gegen Kinderarbeit gesetzt: Motto „Schule statt Fabrik“.
von Sigrid Lappe 4. Januar 2026
Tanzfestival REAL DANCE geht in die dritte Runde . Das internationale Festival findet vom 28. Januar bis 1 Februar 2026 in den Spielstätten des Staatstheaters Hannover, im Kunstverein Hannover und im Neuen Rathaus statt. Es werden fünf Produktionen gezeigt, es gibt zwei Workshops, ein Filmscreening und ein Showing. Eröffnet wird das Festival am 28.01. im Foyer des Schauspielhauses. Ab 21.30 Uhr findet in der Cumberlandschen Bar die Eröffnungsparty mit dem Brujas Brujas Collective und OVAH Hannover statt. Die dritte Ausgabe des Real Dance Festivals lädt ein zur aktiven Auseinandersetzung mit politischen und ästhetischen Realitäten: Der Bogen spannt sich von der Eröffnung mit A.I.M by Kyle Abraham, dem international gefeierten Choreografen und Tänzer aus New York, bis hin zur ersten No-Boundaries-Battle Hannovers vom Brujas Collective. In Melanie Zimmermanns dritter Festivalausgabe wird die Vielfalt des internationalen Tanzes sowohl durch die Einladung von weltberühmten Companien und Tänzerinnen und Tänzern als auch Newcomerinnen und Newcomern in die niedersächsische Hauptstadt geholt: „Das diesjährige Festival präsentiert mit der Uraufführung des internationalen Choreografie Stars Kyle Abraham und dem „Ready To Be Soft“-Battle im Rathaus zwei große Produktionen, zeigt internationale Gastspiele und arbeitet weiterhin mit lokalen Vertreterinnen und Vertretern der Szene.
von Sigrid Lappe 3. Januar 2026
Kultur im Schloss Landestrost in Neustadt am Rübenberge Im Januar 2026 Satirischer Jahresrückblick (ausverkauft), poetisches Theater und Barockmusik Salon Herbert Royal – all 3 Vorstellungen bereits ausverkauft (9. Januar, 19 Uhr, Samstag, 10. Januar, 15 und 19 Uhr) Theater Tüte Kindertheater: „Die Sonne, der Mond und das große Funkeln“ Dienstag, 20. Januar, 10.30 Uhr im Schloss Landestrost
von Sigrid Lappe 31. Dezember 2025
Konzerte der NDR Radiophilharmonie im Januar 2026 Do., 08.01., 20 Uhr und Fr., 09.01.2026, 19 Uhr Sinfoniekonzert: „Sibelius .“ NDR Konzerthaus, Großer Sendesaal Hannover, Michael Sanderling , Dirigent Bryan Cheng , Violoncello NDR Radiophilharmonie Aufgeführt werden folgende Werke: Thorsten Encke - tides & tremors for orchestra - gewidmet der NDR Radiophilharmonie zum 75. Jubiläum (Uraufführung) Edward Elgar - Violoncellokonzert e-Moll op. 85 Jean Sibelius - Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43 Michael Sanderling gastiert am 8. und 9. Januar 2026 mit spätromantischer Musik bei der NDR Radiophilharmonie. Auf dem Programm: Sibelius' 2. Sinfonie sowie Elgars Cellokonzert mit dem Solisten Bryan Cheng. Der hannoversche Komponist Thorsten Encke hat zum 75. Jubiläum des Orchesters ein neues Werk geschrieben. Vielsaitig? Vielseitig! Immer mehr junge Künstlerinnen und Künstler bereichern die Klassikszene durch Ausflüge in andere Sparten: Jazz, Pop, Folk und Weltmusik. So wie der kanadische Cellist Bryan Cheng, der als einer von zwei „CelloFellos“ hochvirtuos zum Tanz aufspielt. In Hannover ist er mit einem Highlight der Cello-Literatur zu hören, Elgars e-Moll-Konzert. Außerdem prägen diesen Abend zwei Musiker, die mit der NDR Radiophilharmonie seit Jahren eng verbunden sind: der Komponist Thorsten Encke aus Hannover und der Dirigent Michael Sanderling. Zum 75. Geburtstag ein neues Werk von Thorsten Encke Als Komponist hat Thorsten Encke mit der NDR Radiophilharmonie schon mehrmals zusammengearbeitet - höchst eindrucksvoll war zuletzt 2019 die Uraufführung seines Klarinettenkonzerts im Großen Sendesaal des NDR Konzerthauses mit Sharon Kam als Solistin. Zum 75. Jubiläum hat der hannoversche Komponist nun mit „tides & tremors“ ein neues Werk für das Orchester geschrieben, das zu Beginn dieses Konzertes aus der Taufe gehoben wird. Vom Krieg überschattet: Elgars Cellokonzert „Weisheit und Schönheit“ wurden Edward Elgars letztem großen Werk attestiert. Tatsächlich ist es die Schönheit des Abschieds, eines wehmütigen Blicks zurück. Im Ersten Weltkrieg hatte auch Elgars Zuversicht, Grenzen mit Hilfe von Kultur überwinden zu können, gelitten. Dieser Verlust zieht sich wie ein roter Faden durch das Cellokonzert, in immer neuen Spielarten der Melancholie, aufkeimender Hoffnung und Resignation: Musik als Abbild ihrer Zeit. Oft und gern gesehener Gastdirigent: Michael Sanderling Geleitet wird das 3. Sinfoniekonzert A von Michael Sanderling, treuer Gast bei der NDR Radiophilharmonie, zudem selbst ein hervorragender Cellist, dessen Karriere einst am Solopult des Gewandhausorchesters Leipzig begann. Und weil Sanderling ein Faible für die Musik des europäischen Nordens hat, endet der Abend mit einem der populärsten Werke von Jean Sibelius: der Zweiten Sinfonie. „Eine dunkle, erdige, zuweilen auch schwerblütige Farbe, gepaart mit Weite, Sehnsucht, Zuversicht“ – so charakterisiert Sanderling diese Sinfonie. DAS GELBE SOFA - Einführungsveranstaltung mit Friederike Westerhaus jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn. Zu Gast wird der Dirigent Michael Sanderling sein. DAS KONZERT ON AIR - Das Konzert am Freitagabend wird live von NDR Kultur im Radio gesendet und ist als Video-Livestream mitzuerleben. TICKETS sind zum Preis von 27 | 36 | 46 | 55 EUR erhältlich, es gelten die üblichen Ermäßigungen für Konzerte der NDR Radiophilharmonie. Tickets und Abonnements sind beim NDR Ticketshop, Tel. 0511- 27 78 98 99, online unter www.ndr.de/radiophilharmonie und bei Eventim-Vorverkaufsstellen zu haben.
von Sigrid Lappe 29. Dezember 2025
Vorverkauf der KunstFestSpiele Herrenhausen 2026 gestartet Schon buchbar: Deutschlandpremiere von Trajal Harrell und ein Konzert der NDR Radiophilharmonie mit Jörg Widmann und Sarah Maria Sun. Die 17. KunstFestSpiele Herrenhausen 2026 unter der neuen Intendantin Brigitta Muntendorf starten mit dem Vorverkauf für zwei künstlerische Produktionen: der Deutschlandpremiere Music Music des Choreografen und Tänzers Trajal Harrell am Di. 2.6. 2026 im Schauspielhaus und einem Konzert mit Jörg Widmann , der NDR Radiophilharmonie und der Sopranistin Sarah Maria Sun ( Foto © Thomas Jauck) in der Orangerie Herrenhausen am 28.05. 2025.
von Sigrid Lappe 27. Dezember 2025
Mit Spannung erwartet: Die nächste Ballett-Premiere Goyo Monteros Schwanensee: die Geschichte Rotbarts Das Märchen von der Schwanenkönigin Odette, die nur durch ewige Liebe vom Zauber Rotbarts erlöst werden kann, reizt bis heute mit seinen magischen Bildwelten und seelischen Untiefen zu immer neuen Auseinandersetzungen. So auch Goyo Montero, dem es gelingt, große Geschichten durch den Tanz neu zu erzählen. 
weitere Beiträge

Podcastprogramme:

schauspiel/podcast


Digitale Bühne:

schauspiel/digitale-buehne





Torben Kessler © Kerstin Schomburg


Mitmachen – zuhören - staunen

„Töne, Tänze, Tasten aus dem Flimmerkasten“ – Musikschule bestreitet Fernsehsendung auf h1

Unter dem Titel "Töne, Tänze, Tasten aus dem Flimmerkasten“ sendet die Musikschule der Landeshauptstadt Hannover seit 1. März täglich um 10 und um 14 Uhr auf dem Sender h1.

Kinder im Kita- und Grundschulalter sowie die ganze Familie sind mit vielen kleinen Beiträgen zum Singen, Musizieren und Tanzen eingeladen. Das geht in der Küche, im Wohnzimmer, auf dem Balkon - oder im Flimmerkasten.

Es gibt viel zu sehen, zu hören und auch zu lernen, bei Melodien zum Träumen, Liedern zum Mittanzen und Instrumenten zum Kennenlernen. „Gerade in der derzeit für Kinder besonders belastenden Situation ist es wichtig, dass sie weiter Musik machen können. Die Musikschule der Landeshauptstadt und das Bürgerfernsehen h1 zeigen in dieser vielseitigen und liebevoll für Kinder produzierten Serie, wieviel Lebensfreude Musik und Tanz in unseren Alltag bringen. 

Es gibt viel zu sehen, zu hören und auch zu lernen, bei Melodien zum Träumen, Liedern zum Mittanzen und Instrumenten zum Kennenlernen. „Gerade in der derzeit für Kinder besonders belastenden Situation ist es wichtig, dass sie weiter Musik machen können. Die Musikschule der Landeshauptstadt und das Bürgerfernsehen h1 zeigen in dieser vielseitigen und liebevoll für Kinder produzierten Serie, wieviel Lebensfreude Musik und Tanz in unseren Alltag bringen. h1 macht es möglich, dass Familien und Kinder ihre Lehrkräfte der Musikschule zwar nicht in der Kita, aber dafür jetzt sogar ‚im Flimmerkasten‘ erleben können. Die Lehrkräfte können auf diesem Wege zum Mitmachen motivieren. Diese Sendung ist eine echte Bereicherung“, erläutert Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf die Idee hinter der neuen Sendereihe. 

Die Sendung ist eine Kooperation zwischen der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover und dem Offenen Kanal h1. Seit 1. März sind täglich um 10 Uhr und um 14 Uhr abwechslungsreiche Sendungen von circa 25 Minuten Länge zu sehen. Montags und mittwochs wird es jeweils neue Folgen geben, die an den anderen Tagen wiederholt werden.

Die Sendungen sind zu sehen: im Kabelnetz Analog: Sonderkanal 11/Euronews, Digital: anbieterabhängig und im Internet-Live-Stream: https://h-eins.tv. Außerdem sind die Sendungen in der Mediathek von h1 nach dem Sendetermin unter h-eins.tv/programm jederzeit abrufbar, Video: youtu.be

Einen Fernseher hat wirklich fast jede Familie. Also: h1 einschalten und mitmachen bei „Töne, Tänze, Tasten aus dem Flimmerkasten“!




Fest verankert: Hannovers Schauspiel erinnert an Opfer rechter Gewalt und Rassismus

Das soll eine bleibende Erinnerung sein: Im Foyer des Schauspielhauses Hannover wurde eine Wandtafel fest installiert, die an prominenter Stelle im Eingangsbereich unter der Überschrift "Say their names" die Namen von Todesopfern rechter Gewalt in Deutschland auflistet. Diese Liste wird seit 1990 geführt und sie beruht auf Recherchen der Amadeu Antonio Stiftung. Sie soll stetig ergänzt werden.

Eine Arbeitsgruppe des Schauspiel-Ensembles hat in Zusammenarbeit mit Leyla Ercan, die seit 2019 als Agentin für Diversität am Staatstheater angestellt ist, Ideen und Aktionen entwickelt, um nachhaltig und sichtbar Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu setzen - auch über die Spielzeiten hinaus.

Zu dieser Aktion sagt Schauspiel-Intendantin Sonja Anders: "Über Erinnerungskultur und Aufarbeitung rassistischer Übergriffe wird viel diskutiert, und trotzdem passiert insgesamt noch viel zu wenig. Dem Ensemble und mir ist es wichtig, sich mit einem starken Signal mit all denjenigen zu solidarisieren, die tagtäglich Opfer von Gewalt und Rassismus werden."

Sonja Anders arbeitet seit ihrem Amtsantritt im Herbst 2019 gemeinsam mit dem Schauspiel-Ensemble daran, Fragen von Diversität und Öffnung sowie Themen wie Rassismus, Klassismus und Geschlechtergerechtigkeit stärker in den Fokus zu rücken.

 Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo 


Geschichte im Blick

Die Staatstheater erinnern mit einer Info-Tafel an die wechselhafte Geschichte des Ballhofes

Der 1664 erbaute Ballhof blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Eine durch die Staatstheater Hannover angebrachte Info-Tafel bringt auch die Schattenseiten der Geschichte in Erinnerung.
Anlass ist, dass an der Fassade des angegliederten Spitta-Gebäudes bis heute ein von den Nationalsozialisten angebrachter Ausspruch sowie eine Sig-Rune zu sehen sind. Diese Rune war das Emblem des „Deutschen Jungvolks“, einer Unterorganisation der Hitlerjugend - und gehört heute zur Liste verbotener Zeichen in der Bundesrepublik Deutschland. Ab 1939 wurde der Ballhof als Heim der Hitlerjugend genutzt, im anliegenden Spitta-Haus war bis 1943 ein Heim für den Bund Deutscher Mädel untergebracht.

Der 1664 erbaute Ballhof blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Eine durch die Staatstheater Hannover angebrachte Info-Tafel bringt auch die Schattenseiten der Geschichte in Erinnerung.

 Anlass ist, dass an der Fassade des angegliederten Spitta-Gebäudes bis heute ein von den Nationalsozialisten angebrachter Ausspruch sowie eine Sig-Rune zu sehen sind. Diese Rune war das Emblem des „Deutschen Jungvolks“, einer Unterorganisation der Hitlerjugend - und gehört heute zur Liste verbotener Zeichen in der Bundesrepublik Deutschland. Ab 1939 wurde der Ballhof als Heim der Hitlerjugend genutzt, im anliegenden Spitta-Haus war bis 1943 ein Heim für den Bund Deutscher Mädel untergebracht.
Nach mehreren Initiativen und Anläufen hatte der Bezirksrat Mitte erst Ende Januar diesen Jahres gefordert, die Symbole an der denkmalgeschützten Fassade zu kommentieren und das Ballhof-Areal historisch einzuordnen.

Die Landeshauptstadt Hannover ist nun mit der Anbringung einer Info-Tafel beauftragt, was aber erfahrungsgemäß Jahre dauern kann!
Die Mitarbeitenden der Niedersächsischen Staatstheater Hannover, die den denkmalgeschützten Ballhof als Spielstätte nutzt, stören sich schon seit vielen Jahren daran. "Das ist ein geradezu unerträglicher Zustand und es war längst überfällig, dass hier etwas unternommen wird", erklärt Schauspiel-Intendantin Sonja Anders. "Theater sind Orte der Demokratie."
Auch Staatsopern-Intendantin Laura Berman betont die Dringlichkeit dieser Maßnahme: "Wir stehen nicht nur auf der Bühne für Werte der Freiheit und Solidarität. Dass wir tagtäglich in einem Gebäude arbeiten, welches Nazi-Symbole an der Fasse trägt, ist nachvollziehbarer Weise für viele Mitarbeitende nicht akzeptabel."
Die Info-Tafel der Staatstheater überbrückt nun die Zeit, bis die Stadt eine geeignete Form der längst überfälligen Aufarbeitung der Ballhof-Geschichte installiert hat.
Für eine lebendige und kritische Erinnerungskultur stehen auch viele künstlerische Projekte und Aktionen der Staatstheater Im Foyer des Schauspielhauses erinnert unter dem Titel „
Say their names“ seit Janaur eine Installation an die Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland. Zuletzt traten die Ensembles der Staatstheater Hannover mit einer gemeinsamen Video-Aktion auf, um an die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau vor einem Jahr zu gedenken.

Staatstheater/PreDiNo/HaWo


Junge Filmschule ebnet den Weg „to the Movies“
Zwölf- bis 18-Jährige lernen in Online-Workshops das Filmemachen

Die nächste Erfolgsserie für Netflix produzieren? Steven Spielberg beerben und in Hollywood auf dem Regiestuhl Platz nehmen? Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren haben sich unter dem Motto „To the Movies 2021“ für die Junge Filmschule beworben und haben damit die Chance, bei echten Profis das Filmemachen zu lernen. Acht Nachwuchsfilmerinnen und -filmer oder Teams nehmen teil. Coronabedingt finden die Ganztagesworkshops online statt. 

An sieben Wochenenden lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Weg von der Drehbuchentwicklung bis zum fertigen Schnitt. Am Ende steht der eigene fertige Kurzfilm.

Dem Nachwuchs steht ein Team aus Profis zur Seite: Filmemacher und Fotograf Martin Bargiel, Diplom-Tonmeister Henrik Cordes, Regisseur und Cutter Damian Schiporeit, Drehbuchautor und Regisseur Ulrich Klingenschmitt und Cutter Manuel Sanchez. Die Leitung hat von Uwe Plasger vom Medienzentrum der Region Hannover.

„Am wichtigsten ist, dass die Bewerberinnen und Bewerber Spaß am Filmen haben und bereit sind, an allen sieben Wochenenden dabei zu sein“, sagt Projektleiter Uwe Plasger.

Informationen zum Ausbildungsprogram „To the Movies 2021“ im Internet unter to-the-movies