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von Sigrid Lappe 7. Juli 2026
Der Neustart vom Kleinen Fest im Großen Garten ist geglückt Der Zauber ist wieder sicht- und spürbar! Das Kleine Fest im Großen Garten feiert nach zwei nicht sehr schönen Jahren einen perfekten Neustart. Mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler treten auf, 24 der 38 Acts sind zum ersten Mal beim Kleinen Fest dabei. Und wie sollte es anders sein - der neue künstlerische Leiter DESiMO (Detlef Simon), hat den Zauber gekonnt zurückgebracht. Viele Kleinigkeiten zu Beginn des Festes bringen den zentralen Eindruck zurück, dass - wie der hannoversche Kabarettist Matthias Brodowy einst sagte - man dort nirgendwo am falschen Ort ist und überall richtig!
von Sigrid Lappe 5. Juli 2026
Serenade mit Blumen Open-Air-Konzert am Sonntag, 26. Juli im Leibniz Tempel Zu Musik gehört Blumenschmuck - eigentlich eine Selbstverständlichkeit, heute oft vernachlässigt; nicht so von den Komponisten dieser Serenade.  Das Neue Ensemble bietet Neue Musik in einzigartiger entspannter Atmosphäre im Leibniz Tempel in den Herrenhäuser Gärten. Auf dem Programm: Hans Abrahamsen (*1952) Flowersongs (1973, 11’) Carola Bauckholt (*1959) Luftwurzeln (1993/2007, 9’) György Kurtág (*1926) Blumen, die Menschen, nur Blumen aus Signs, Games and Messages (1994, 2’) Kaija Saariaho (1952 - 2023) aus Sept Papillons (2000, 4’) für Cello solo Theo Loevendie (*1930) Dance (1986, 4’) für Violine solo Guillaume Dufay (vor 1400 - 1474) Nuper rosarum flores (1436, 8’) Karlheinz Stockhausen (1928-2007) Löwe (23. 7. - 22. 8.), Waage (22. 9. - 22. 10.) und Schütze (22. 11. - 21. 12.) aus TIERKREIS - Melodien der Sternzeichen (1975 / 2015-26 ). Eintritt frei, um Spenden wird gebeten. Sitzgelegenheit ggf. mitbringen, Ausweichraum bei starkem oder Dauerregen: Musik für heute e. V., Alte Grammophonfabrik, Edwin-Oppler-Weg 5, 30167 Hannover. Das Neue Ensemble wird institutionell gefördert vom Kulturamt der Landeshauptstadt Hannover. Freundlich unterstützt vom tretwerk Fahrradkurier. Eine Veranstaltung von Musik für heute e. V. und Freundeskreis Hauskonzert
von Sigrid Lappe 4. Juli 2026
Hier spielt die Musik! Musik satt auf der Meer Radio Seebühne 2026 Ab 4. Juli Sommerprogramm am Steinhuder Meer Live-Musik, laue Sommernächte und die Kulisse des Steinhuder Meeres: Auch 2026 bringt die Meer Radio Seebühne musikalische Vielfalt direkt ans Wasser. Im Juli und August erwartet Besucherinnen und Besucher wieder ein abwechslungsreiches Open-Air-Programm in Mardorf und Steinhude – von Irish Folk über Rockklassiker bis hin zu karibischen Klängen. Alle Veranstaltungen sind bei freiem Eintritt erlebbar.
von Sigrid Lappe 1. Juli 2026
Es ist Europas größtes Schlagzeugfestival – Das Überschlag Festival geht in die 3. Runde Das Überschlag Festival hat sich mit nur zwei Ausgaben international einen Namen gemacht! Nun kehrt es vom 19. bis 23. August für seine dritte Ausgabe nach Hannover zurück - und auch zu seinem Urspung: dem Rhythmus. Im Zentrum steht das Erdige, Handgemachte. Alte Holzbalken bringen eine Industriehalle zum Klingen und eine Marching Band trägt den Puls durch die Stadt, und das begeisterte Publikum wird selbst Teil des Geschehens. Hier treffen internationale Stars der Percussion-Szene auf lokale Akteurinnen und Akteure, Nachwuchstalente aus aller Welt und ein sachkundiges Publikum, das nicht nur zuhört, sondern mitgestaltet. An fünf Tagen wird Hannover zum Resonanzraum des Rhythmus. Das internationale Festival findet in diversen Spielstätten in der Innenstadt statt.
von Sigrid Lappe 29. Juni 2026
Erlebnis-Zoo donnerstags bis 22 Uhr geöffnet Tierisch tolle Sommerabende mit Programm Am 2. Juli mit „The Sanborn Project feat. Leonora Tomanoski“ Die Sonne verschwindet langsam hinter den mächtigen Stämmen der Baobabs in Afi Mountain, die letzten Strahlen spiegeln sich im Wasser des Sambesi, über den gemächlich die Boote gleiten. In der Ferne stimmen die Timber-Wölfe in der kanadischen Wildnis ihr Lied an, während die Robben im Hafenbecken von Yukon Bay gemütlich durch das Wasser schwimmen. Beim Late-Zoo im Erlebnis-Zoo liegt eine ganz besondere Stimmung in der Luft!
von Sigrid Lappe 29. Juni 2026
Sommerfest trifft Spitzensport in Hannover Sitzen in einem Boot: Maschseefest und die Finals 2026 Am 22. Juli startet das Maschseefest in Hannover und verwandelt die Ufer des Maschsees für 19 Tage – bis zum 09. August – in eine lebendige Sommerkulisse mit Genuss, Musik und maritimem Flair. I n diesem Jahr trifft das beliebte Sommerfestival auf ein sportliches Großereignis: Parallel zu den ersten Festtagen finden vom 23. bis 26. Juli „die Finals 2026“ mit 24 Sportarten und 143 Deutschen Meisterschaften in Hannover statt. Die Wettkämpfe werden unter anderem auf dem Maschsee ausgetragen. Zum Auftakt am 22.07. werden Maschseefest und die Finals 2026 bereits um 16 Uhr mit einem gemeinsamen knapp 90-minütigen Showprogramm am Nordufer eröffnet. Kulisse dafür ist eine schwimmende Bühne auf dem Maschsee. Die Gastgeberinnen und Gastgeber Oberbürgermeister Belit Onay, Jens Palandt, erster Regionsrat der Region Hannover und Daniela Behrens, Niedersachsens Ministerin für Sport, sprechen in Interviews über beide Großveranstaltungen und deren Bedeutung für Hannover, das Umland und Niedersachsen. Musikalisch werden die Finals und das Maschseefests eingeleitet von den hannoverschen Rockstars Fury in the Slaughterhouse, der Sängerin und Schauspielerin Lina Larissa Strahl sowie DJ KitCut. 
von Sigrid Lappe 27. Juni 2026
Sommernächte im Gartentheater Empfehlung: Vorverkauf nutzen! Warme Sommerabende wecken die Lust auf Veranstaltungen im Freien: Vom 31. Juli bis 23. August 2026 verwandelt sich das Gartentheater Herrenhausen wieder in die Open-Air-Bühne der Sommernächte im Gartentheater. Die Veranstaltungsreihe bietet ein abwechslungsreiches Programm aus Konzerten, Tanzveranstaltungen, Lesungen, Poetry Slams und Kinofilmen unterm Sternenzelt. Der Vorverkauf ist gestartet. Harmonisch fügen sich die Veranstaltungen der Sommernächte in den historischen Spielort ein. Das Gartentheater wird in diesem Sommer zur Bühne für junge, spannende Acts aus Hannover, Hamburg, Leipzig, Berlin und Barcelona. Wer Lust hat, Neues zu entdecken und sich mitreißen zu lassen, ist hier genau richtig. Wer intensiver tanzen möchte, darf sich neben der „Herrenhausen Klubnacht“ mit elektronischer Musik auf die erste „Noche Latina“ freuen. Programmübersicht Musik Zum Start der Sommernächte tritt am 31. Juli das junge elfköpfige Bandkollektiv „Searching for Home“ auf. In ihrer Musik sind Einflüsse einer großen Bandbreite von Genres hörbar, darunter Jazz, Funk, Indie-Rock, Klassik und Weltmusik. Sie überzeugen durch große Spielfreude und musikalischen Farbenreichtum, der auch fragile Momente nicht vermissen lässt (eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Jazz Club Hannover). Am 1. August folgt eine Premiere: Die Sommernächte präsentieren gemeinsam mit der Salsa del Alma Dance Academy und kargah die erste „Noche Latina“ im Gartentheater und bringen mit DJ, Liveband und Showtänzerinnen und -tänzern karibische Lebensfreude nach Hannover. Mittanzen erwünscht – vorab lädt ein Crashkurs in Salsa, Bachata und Merengue zum Ausprobieren der Schritte ein. Elektro-Duo trifft Streichquartett: Dieses innovative Projekt von pølaroit mit dem Canea Quartett löst die Grenzen zwischen den Genres auf und verspricht am 2. August einen Abend zwischen nordischer Melancholie, pulsierender Euphorie und klassischer Eleganz. Weiter geht es am 6. August mit Balkan Brass und globalen Rhythmen: Das Balkan Paradise Orchestra aus Barcelona umfasst zehn außergewöhnliche Musikerinnen, die in ihrer mitreißenden Performance eine kraftvolle Fusion von Balkan-Beats mit Pop, Jazz und elektronischer Musik präsentieren. Das Konzert findet im Rahmen des Projektes „Sirup – Mehrsprachige Konzertreihe mit Female* Acts“ von kargah statt. Bereits zum dritten Mal in Folge bietet die Herrenhausen Klubnacht Vertreterinnen und Vertreter der jungen elektronischen Musikszene Hannovers eine Bühne: Am 7. August gibt es vier Sets, mit dabei sind Annito & Daenski, Salty&Sour, Kreutzberg.live sowie Ruru und Zoephilie. Musikalisch sind viele tanzbare Genres vertreten, darunter Soul, Funk, House, Clubsound, Underground-Electro und Groove. Die Herrenhausen Klubnacht entsteht in Kooperation mit dem Sachgebiet Junge Kultur des Kulturbüros. Am 8. August spielen OTTOLIEN zum Heimauftakt ihrer Tour „Im Schutz der Nacht“ im Gartentheater ihr erstes großes Open-Air-Konzert. Indie-Pop mit Rap-Einflüssen prägen die Musik der Brüder Leo und Jonas. Als Support Act eröffnet Thelma Malar den Abend. Den Abschluss der Musik-Veranstaltungen setzt am 16.8. „Conic Rose“ aus Berlin: Die fünfköpfige Band erschafft Klangflächen aus Elektro und Akustik, die an Stadtnachtfahrten und lichtdurchflutete Sehnsuchtsorte erinnern. Trompeter Konstantin Döben und Pianist Johannes Arzberger kennen sich aus der Band von Clueso. Das Konzert ist eine Kooperation mit dem Jazz-Club Hannover.
von Sigrid Lappe 27. Juni 2026
Abschied von Generalmusikdirektor Stephan Zilias Staatsoper Hannover dankt ihrem Generalmusikdirektor für sechs prägende Jahre Mit der Vorstellung von Schwanensee. Rotbarts Geschichte am 26. Juni hat sich Stephan Zilias als Generalmusikdirektor von der Staatsoper Hannover verabschiedet. Nach sechs Spielzeiten endet damit eine künstlerisch herausragende Zusammenarbeit, die das musikalische Profil der Staatsoper Hannover nachhaltig geprägt hat.
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Torben Kessler © Kerstin Schomburg


Mitmachen – zuhören - staunen

„Töne, Tänze, Tasten aus dem Flimmerkasten“ – Musikschule bestreitet Fernsehsendung auf h1

Unter dem Titel "Töne, Tänze, Tasten aus dem Flimmerkasten“ sendet die Musikschule der Landeshauptstadt Hannover seit 1. März täglich um 10 und um 14 Uhr auf dem Sender h1.

Kinder im Kita- und Grundschulalter sowie die ganze Familie sind mit vielen kleinen Beiträgen zum Singen, Musizieren und Tanzen eingeladen. Das geht in der Küche, im Wohnzimmer, auf dem Balkon - oder im Flimmerkasten.

Es gibt viel zu sehen, zu hören und auch zu lernen, bei Melodien zum Träumen, Liedern zum Mittanzen und Instrumenten zum Kennenlernen. „Gerade in der derzeit für Kinder besonders belastenden Situation ist es wichtig, dass sie weiter Musik machen können. Die Musikschule der Landeshauptstadt und das Bürgerfernsehen h1 zeigen in dieser vielseitigen und liebevoll für Kinder produzierten Serie, wieviel Lebensfreude Musik und Tanz in unseren Alltag bringen. 

Es gibt viel zu sehen, zu hören und auch zu lernen, bei Melodien zum Träumen, Liedern zum Mittanzen und Instrumenten zum Kennenlernen. „Gerade in der derzeit für Kinder besonders belastenden Situation ist es wichtig, dass sie weiter Musik machen können. Die Musikschule der Landeshauptstadt und das Bürgerfernsehen h1 zeigen in dieser vielseitigen und liebevoll für Kinder produzierten Serie, wieviel Lebensfreude Musik und Tanz in unseren Alltag bringen. h1 macht es möglich, dass Familien und Kinder ihre Lehrkräfte der Musikschule zwar nicht in der Kita, aber dafür jetzt sogar ‚im Flimmerkasten‘ erleben können. Die Lehrkräfte können auf diesem Wege zum Mitmachen motivieren. Diese Sendung ist eine echte Bereicherung“, erläutert Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf die Idee hinter der neuen Sendereihe. 

Die Sendung ist eine Kooperation zwischen der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover und dem Offenen Kanal h1. Seit 1. März sind täglich um 10 Uhr und um 14 Uhr abwechslungsreiche Sendungen von circa 25 Minuten Länge zu sehen. Montags und mittwochs wird es jeweils neue Folgen geben, die an den anderen Tagen wiederholt werden.

Die Sendungen sind zu sehen: im Kabelnetz Analog: Sonderkanal 11/Euronews, Digital: anbieterabhängig und im Internet-Live-Stream: https://h-eins.tv. Außerdem sind die Sendungen in der Mediathek von h1 nach dem Sendetermin unter h-eins.tv/programm jederzeit abrufbar, Video: youtu.be

Einen Fernseher hat wirklich fast jede Familie. Also: h1 einschalten und mitmachen bei „Töne, Tänze, Tasten aus dem Flimmerkasten“!




Fest verankert: Hannovers Schauspiel erinnert an Opfer rechter Gewalt und Rassismus

Das soll eine bleibende Erinnerung sein: Im Foyer des Schauspielhauses Hannover wurde eine Wandtafel fest installiert, die an prominenter Stelle im Eingangsbereich unter der Überschrift "Say their names" die Namen von Todesopfern rechter Gewalt in Deutschland auflistet. Diese Liste wird seit 1990 geführt und sie beruht auf Recherchen der Amadeu Antonio Stiftung. Sie soll stetig ergänzt werden.

Eine Arbeitsgruppe des Schauspiel-Ensembles hat in Zusammenarbeit mit Leyla Ercan, die seit 2019 als Agentin für Diversität am Staatstheater angestellt ist, Ideen und Aktionen entwickelt, um nachhaltig und sichtbar Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu setzen - auch über die Spielzeiten hinaus.

Zu dieser Aktion sagt Schauspiel-Intendantin Sonja Anders: "Über Erinnerungskultur und Aufarbeitung rassistischer Übergriffe wird viel diskutiert, und trotzdem passiert insgesamt noch viel zu wenig. Dem Ensemble und mir ist es wichtig, sich mit einem starken Signal mit all denjenigen zu solidarisieren, die tagtäglich Opfer von Gewalt und Rassismus werden."

Sonja Anders arbeitet seit ihrem Amtsantritt im Herbst 2019 gemeinsam mit dem Schauspiel-Ensemble daran, Fragen von Diversität und Öffnung sowie Themen wie Rassismus, Klassismus und Geschlechtergerechtigkeit stärker in den Fokus zu rücken.

 Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo 


Geschichte im Blick

Die Staatstheater erinnern mit einer Info-Tafel an die wechselhafte Geschichte des Ballhofes

Der 1664 erbaute Ballhof blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Eine durch die Staatstheater Hannover angebrachte Info-Tafel bringt auch die Schattenseiten der Geschichte in Erinnerung.
Anlass ist, dass an der Fassade des angegliederten Spitta-Gebäudes bis heute ein von den Nationalsozialisten angebrachter Ausspruch sowie eine Sig-Rune zu sehen sind. Diese Rune war das Emblem des „Deutschen Jungvolks“, einer Unterorganisation der Hitlerjugend - und gehört heute zur Liste verbotener Zeichen in der Bundesrepublik Deutschland. Ab 1939 wurde der Ballhof als Heim der Hitlerjugend genutzt, im anliegenden Spitta-Haus war bis 1943 ein Heim für den Bund Deutscher Mädel untergebracht.

Der 1664 erbaute Ballhof blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Eine durch die Staatstheater Hannover angebrachte Info-Tafel bringt auch die Schattenseiten der Geschichte in Erinnerung.

 Anlass ist, dass an der Fassade des angegliederten Spitta-Gebäudes bis heute ein von den Nationalsozialisten angebrachter Ausspruch sowie eine Sig-Rune zu sehen sind. Diese Rune war das Emblem des „Deutschen Jungvolks“, einer Unterorganisation der Hitlerjugend - und gehört heute zur Liste verbotener Zeichen in der Bundesrepublik Deutschland. Ab 1939 wurde der Ballhof als Heim der Hitlerjugend genutzt, im anliegenden Spitta-Haus war bis 1943 ein Heim für den Bund Deutscher Mädel untergebracht.
Nach mehreren Initiativen und Anläufen hatte der Bezirksrat Mitte erst Ende Januar diesen Jahres gefordert, die Symbole an der denkmalgeschützten Fassade zu kommentieren und das Ballhof-Areal historisch einzuordnen.

Die Landeshauptstadt Hannover ist nun mit der Anbringung einer Info-Tafel beauftragt, was aber erfahrungsgemäß Jahre dauern kann!
Die Mitarbeitenden der Niedersächsischen Staatstheater Hannover, die den denkmalgeschützten Ballhof als Spielstätte nutzt, stören sich schon seit vielen Jahren daran. "Das ist ein geradezu unerträglicher Zustand und es war längst überfällig, dass hier etwas unternommen wird", erklärt Schauspiel-Intendantin Sonja Anders. "Theater sind Orte der Demokratie."
Auch Staatsopern-Intendantin Laura Berman betont die Dringlichkeit dieser Maßnahme: "Wir stehen nicht nur auf der Bühne für Werte der Freiheit und Solidarität. Dass wir tagtäglich in einem Gebäude arbeiten, welches Nazi-Symbole an der Fasse trägt, ist nachvollziehbarer Weise für viele Mitarbeitende nicht akzeptabel."
Die Info-Tafel der Staatstheater überbrückt nun die Zeit, bis die Stadt eine geeignete Form der längst überfälligen Aufarbeitung der Ballhof-Geschichte installiert hat.
Für eine lebendige und kritische Erinnerungskultur stehen auch viele künstlerische Projekte und Aktionen der Staatstheater Im Foyer des Schauspielhauses erinnert unter dem Titel „
Say their names“ seit Janaur eine Installation an die Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland. Zuletzt traten die Ensembles der Staatstheater Hannover mit einer gemeinsamen Video-Aktion auf, um an die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau vor einem Jahr zu gedenken.

Staatstheater/PreDiNo/HaWo


Junge Filmschule ebnet den Weg „to the Movies“
Zwölf- bis 18-Jährige lernen in Online-Workshops das Filmemachen

Die nächste Erfolgsserie für Netflix produzieren? Steven Spielberg beerben und in Hollywood auf dem Regiestuhl Platz nehmen? Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren haben sich unter dem Motto „To the Movies 2021“ für die Junge Filmschule beworben und haben damit die Chance, bei echten Profis das Filmemachen zu lernen. Acht Nachwuchsfilmerinnen und -filmer oder Teams nehmen teil. Coronabedingt finden die Ganztagesworkshops online statt. 

An sieben Wochenenden lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Weg von der Drehbuchentwicklung bis zum fertigen Schnitt. Am Ende steht der eigene fertige Kurzfilm.

Dem Nachwuchs steht ein Team aus Profis zur Seite: Filmemacher und Fotograf Martin Bargiel, Diplom-Tonmeister Henrik Cordes, Regisseur und Cutter Damian Schiporeit, Drehbuchautor und Regisseur Ulrich Klingenschmitt und Cutter Manuel Sanchez. Die Leitung hat von Uwe Plasger vom Medienzentrum der Region Hannover.

„Am wichtigsten ist, dass die Bewerberinnen und Bewerber Spaß am Filmen haben und bereit sind, an allen sieben Wochenenden dabei zu sein“, sagt Projektleiter Uwe Plasger.

Informationen zum Ausbildungsprogram „To the Movies 2021“ im Internet unter to-the-movies