Wieder eine "Hexe" mehr im Landkreis Harz

Zum vierten Mal steht ein Löschflugzeug auf dem Ballenstedter Flugplatz

Einsatz bei: Wald- und Vegetationsbränden

 

  Zum vierten Mal infolge setzt der Landkreis Harz bei Wald- und Vegetationsbränden ein gechartertes Löschflugzeug des polnischen Unternehmens MZL ein. Die "Hexe 1" ist nach einer sechsmonatigen Pause auf dem Ballenstedter Flugplatz zurückgekehrt. Pilot Grzegorz Olejnik setzte am Palmsonntag die knallgelbe PZL M 18b bei strahlendem Sonnenschein nach ruhigem Flug dort auf der Graspiste auf.

  Ihren Dienst beginnt die einmotorige Maschine im Landkreis Harz offiziell am 1. April, zum Start der sechsmonatigen Waldbrandsaison. Der Single Engine Air Tanker kann als Einsatzmittel "Forian Harz 25" von den Feuerwehren unbürokratisch bei der integrierten Rettungsleitstelle in Halberstadt angefordert werden. Er kann pro Flug bis zu 2 300 Liter Wasser abwerfen - zum Beispiel als Linie oder Wasserbombe.

  "Wir freuen uns, dass unsere Hexe auch 2026 wieder zur Verfügung steht", sagte Karl-Uwe Lohse bei der Begrüßung. Die letzten technischen Checks werden gemacht, die Überführung ist erfolgt. Er hoffe auf eine arbeitsarme aber ausbildungsreiche Waldbrandsaison, so der Harzer Kreisbrandmeister. Denn "wenn es darauf ankommt, wissen die Harzer Feuerwehren, das Löschflugzeug, das in Ballenstdt steht, ist unsere Rückversicherung."

  Die Unterstützung aus der Luft habe sich seit 2023 gerade bei Bränden in den oftmals schwer zugänglichen Harzer Wäldern bewehrt und als unschätzbarer Vorteil erwiesen. In 2025 hob die "Hexe 1" zu sechs Einsätzen ab.

  Des Weiteren ist der Landkreis Harz nach dem Großbrand 2022 am Brocken bundesweit die einzige Kommune mit einem Löschflugzeug. Der aktuelle Vierjahresvertrag läuft seit 2024 und hat eine einjährige Verlängerungsoption. Und nach Ostern sollen, so Lohse, die Ausbildungen der Feuerwehren an der Dromadar beginnen. 

 

Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo