Hochschule Hannover: Tag der Lehre 2026
HsH zeichnet herausragende Lehrleistungen aus
Rund 150 studentische Nominierungen für den HsH-Lehrpreis – Auszeichnungen in allen fünf Fakultäten vergeben
Gute Lehre sichtbar machen und würdigen: Beim Tag der Lehre 2026 am Campus Linden zeichnete die Hochschule Hannover Lehrerinnen und Lehrer aus allen fünf Fakultäten mit dem HsH-Lehrpreis aus. Die Grundlage dafür bildeten studentische Nominierungen, bei denen unter anderem Praxisbezug, didaktische Qualität und innovative Lehrmethoden im Mittelpunkt standen.
Wie sieht gute Lehre aus? Die Antworten darauf gaben die Studentinnen und Studenten der Hochschule Hannover (HsH).
Im Rahmen des Tags der Lehre 2026 wurden Lehrerinnen und Lehrer aus allen fünf Fakultäten mit dem HsH-Lehrpreis ausgezeichnet. „Gute Lehre vermittelt nicht nur Wissen. Sie weckt Neugier, fördert kritisches Denken und eröffnet neue Perspektiven. Mit dem HsH-Lehrpreis würdigen wir Lehrende, denen genau das in besonderer Weise gelingt“, so Prof. Dr. Annika Schach, Vizepräsidentin für Lehre und Studium, Chancengleichheit und Internationales.

Freuen sich über den HsH-Lehrpreis (von links nach rechts): Ali Faruk Gönülalan, V-Prof. Thorsten Heermann, Prof. Dr. Joachim Paulke, Dr. Franz Hanauska, Prof. Dr. Dorothee Meyer und Prof. Dr. Maik von Fischer.
Knapp 150 Nominierungen im zweiten Auszeichnungsjahr, damit
unterstreicht die HsH die Bedeutung einer innovativen und studierendenorientierten Lehrkultur. Der HsH-Lehrpreis macht dabei sichtbar, welchen wichtigen Beitrag engagierte Lehrerinnen und Lehrer für den Studienerfolg ihrer Studentinnen und Studenten leisten.
Die Ausgezeichneten im Überblick
In der Fakultät I - Elektro- und Informationstechnik wurde Prof. Dr. Joachim Paulke für seine Vorlesung „Grundlagen der Energieversorgung“ ausgezeichnet. Die Studentinnen und Studenten hoben insbesondere den klaren Aufbau der Veranstaltung sowie die anschauliche Vermittlung komplexer technischer und gesellschaftlicher Zusammenhänge hervor. Durch den starken Praxisbezug gelinge es ihm, Interesse für aktuelle Herausforderungen der Energieversorgung zu wecken und zugleich Sicherheit im Umgang mit anspruchsvollen Themen zu vermitteln.
Der Lehrpreis der Fakultät II - Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik ging an Dr. Franz Hanauska für die Veranstaltung „Mathematik 1“. Die Studentinnen und Studenten würdigten insbesondere die verständliche und schrittweise Vermittlung mathematischer Inhalte. Aktivierende Übungen, ein strukturiertes Hausaufgaben- und Bonussystem sowie individuelles Feedback schufen eine motivierende Lernatmosphäre und unterstützten den nachhaltigen Lernerfolg.
Für die Fakultät III - Medien, Information und Design wurde V-Prof. Thorsten Heermann für sein Seminar „Medienrecht, Urheberrecht und Werberecht“ ausgezeichnet. Mit praxisnahen Rollenspielen, aktuellen Fallbeispielen und einem modularen Aufbau gelingt es ihm, komplexe juristische Fragestellungen verständlich aufzubereiten. Die Studentinnen und Studenten erhalten dadurch die Möglichkeit, rechtliche Zusammenhänge nicht nur zu verstehen, sondern auch aktiv anzuwenden.
Den Lehrpreis der Fakultät IV – Wirtschaft und Informatik erhielt Prof. Dr. Maik von Fischer für seine Lehrveranstaltung „Methoden der SCM (Supply Chain Management)“. Interdisziplinäre Fallstudien, Peer-Teaching-Ansätze und die Entwicklung realer Logistikkonzepte fördern eigenständiges Denken und strukturierte Problemlösungskompetenzen. In den Nominierungen wurden insbesondere seine hohe Motivation, die intensive Betreuung der Studierenden und seine inspirierende Lehrweise hervorgehoben.
In der Fakultät V - Diakonie, Gesundheit und Soziales wurde Prof. Dr. Dorothee Meyer für das Seminar „Gemeinsam lernen: Politik und Inklusion“ ausgezeichnet. Die Lehrveranstaltung bringt Studentinnen und Studentenund Menschen mit geistiger Behinderung in einem gemeinsamen Lernraum zusammen. Durch den Einsatz leichter Sprache, individuelle Begleitung und einen konsequent inklusiven Ansatz entsteht ein Lernumfeld, das Teilhabe ermöglicht und gesellschaftliche Vielfalt unmittelbar erfahrbar macht.
Der Preis für das beste Tutorium
ging an Ali Faruk Gönülalan aus der Fakultät IV im Fach Statistik 2. Die Studentinnen und Studenten lobten insbesondere die strukturierte Vermittlung der Inhalte, die Bereitstellung zusätzlicher Übungsmaterialien sowie die außergewöhnliche Erreichbarkeit und Unterstützung auch über die regulären Termine hinaus.
Neben den Lehrpreisen wurde auch der HsH-Genderpreis auf Initiative des Gendernetzes und des Projektes HannoTalents verliehen. Die Auszeichnung ging an Tabea Heselmann für ihre Abschlussarbeit „Autismus Spektrum und Geschlecht – Weiblich aber nicht ‚typisch autistisch‘?“. Die Arbeit untersucht, wie geschlechtsspezifische Stereotype die Diagnostik im Autismus-Spektrum beeinflussen, und liefert wichtige Impulse für eine geschlechtergerechte therapeutische Praxis.
Über die Hochschule Hannover (HsH)
Weitere Informationen unter www.hs-hannover.de
Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo
