Stadtbibliothek aufgeschlossen:

Dieses mal der große Conti-Atlas für Kraftfahrer


Ein Blick in die Geschichte des Autofahrens und der Kartografie: Am Montag, 12. Januar, um 17 Uhr öffnet die Stadtbibliothek Hannover im Rahmen der Reihe „Stadtbibliothek aufgeschlossen“ erneut ihre Magazine.

Im Mittelpunkt steht diesmal der „Große Conti-Atlas für Kraftfahrer“, vorgestellt von Dr. Carola Schelle-Wolff, der ehemaligen Direktorin der Stadtbibliothek Hannover.

Der „Große Conti-Atlas für Kraftfahrer. Deutsches Reich und Nachbargebiete“ erschien in seiner 18. Auflage um 1940/41 im Kartographischen Verlag der Continental-Caoutchouc-Compagnie in Hannover. Mit einem Maßstab von 1:500.000 bot das Kartenwerk Autofahrerinnen und -fahrern Orientierung für Routenplanung in einer Zeit, in der individuelle Mobilität gerade erst an Bedeutung gewann.


Die vorgestellte Ausgabe ist zugleich ein zeitgeschichtliches Dokument: Sie zeigt den Stand des Autobahnbaus rund um Hannover ebenso wie die politischen Veränderungen nach dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 und der sogenannten „Wiedereingliederung“ von Elsass-Lothringen im Jahr 1940.


Bis 2009 prägte der „Große Conti-Atlas“ in unterschiedlichen Ausgaben über Jahrzehnte hinweg die geografischen Kenntnisse seiner Nutzer*innen.

Interessent*innen sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

 

Hintergrund

In der Veranstaltungsreihe „Stadtbibliothek aufgeschlossen“ werden die bedeutendsten Schätze aus den Magazinen und Tresoren der Stadtbibliothek Hannover präsentiert – von der mittelalterlichen Handschrift bis in das 21. Jahrhundert. Die Veranstaltung findet regelmäßig einmal im Monat montags statt.

Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo / Fotos ©  Sigrid Lappe