SLAM Hannover 2026 mit umfangreichem Begleitprogramm

LHH wird vom 23. bis 26. September Austragungsort

10 000 Gäste werden erwartet

 

Zum Poetry-Slam Hannover 2026 vom 23. bis 26. September werden 10 000 (!) Gäste erwartet. In diesen Tagen werden rund 200 der besten deutschsprachigen Slam-Poetinnen und -Poeten aus sieben Ländern in der Landeshauptstadt Hannover erwartet.

Sie kommen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich sowie deutschsprachigen Enklaven in Italien, Luxemburg, Belgien sowie Liechtenstein. Sie sind die besten ihrer Zunft, sie messen sich beim Slam 2026, den deutschsprachigen Meisterschaften.

Stellen ein pralles, durchgeplantes Programm für den Poetry-Slam 2026 vor: vorn im Bild v. links: Henning Chadde,  Eva Bender und  Jörg Smotlacha.

Seit geraumer Zeit gilt Hannover als eine der Poetry-Slam-Hauptstädte Deutschlands. Unter anderem gab es deswegen nach 2017 den zweiten Zuschlag als Austragungsort für die Veranstaltung, die wahlweise „ein riesiges Klassentreffen der Szene sowie ein Feuerwerk aus Leidenschaft" (zum Beispiel Dichterin Antonia Josefa) oder "ein gewaltiges Branchentreffen" sei, sagte Mitveranstalter Henning Chadde.


Es treten 81 Dichterinnen und Dichter an, die sich zum Teil noch in lokalen Vorentscheidungen qualifizieren müssen. Sie werden sich dann in neun Vorrunden miteinander messen und die jeweils besten drei Teilnehmerinnen und Teilnehmer treten dann in drei Halbfinalen und einem Finale gegeneinander an.

Auch werden noch Teammeisterschaften ausgetragen.

Insgesamt sind es 16 Veranstaltungen im Rahmen des Dichterwettstreits.

Austragungsort und Festivalzentrum der Vorrunden ist das Kulturzentrum Faust. Die Halbfinale finden dann am 24. und 25. September im Kulturzentrum Faust sowie im Kulturzentrum Pavillon und in der Orangerie statt. Die beiden Finalrunden werden im Theater am Aegi - und nicht, wie beim vorigen Mal im Opernhaus - ausgetragen.

In etwa 200 000 Euro beträgt der Etat. Er wird finanziert über Eintrittsgelder und Förderinstitutionen wie zum Beispiel der Stadt.


Eva Bender (SPD), Kulturdezernentin der LHH, sieht unter anderem in der Veranstaltung auch einen weiteren Beleg dafür, dass Hannover "in ganz vielen Bereichen in Superlativen unterwegs ist".


Die Eröffnungsgala findet bereits am 20. September 2026 im Pavillon statt, vor dem eigentlichen Wettbewerb.

Stadt, Stadtteilquartiere und der Veranstalter Live Literatur Hannover e.V. planen schon für die Monate April, Mai und Juni ein umfangreiches Vorprogramm.

Und es soll es eine literarische Parade durch das innerstädtische Kulturdreieck geben. Unter anderem mit Veranstaltungen in den Quartieren, einem "Queer-Slam" in der Schwulen Sau und einem Open-Air-Slam im Ihmepark.

Die genauen Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben. "Wir werden dafür sorgen, dass Hannover schön bunt ist", sagte Mitveranstalter Jörg Smotlacha.


Der Vorverkauf für den Wettbewerb hat bereits begonnen. Die Karten kosten bei unterschiedlichen Spelorten zwischen 10 bis 35 Euro.

 

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo / Fotos © Matthias Falk, hannover_fotografie