Schumann-Tschaikowsky-Festival: Besuch aus Hamburg
Sa, 28.02.2026, 18 Uhr im NDR Konzerthaus Hannover, Großer Sendesaal
NDR Vokalensemble, Dirigent Paavo Järvi
NDR Elbphilharmonie Orchester,
Dirigent Kaspars Putniņš
ROBERT SCHUMANN
Vier Gesänge op. 141.
Die Capelle op. 69 Nr. 6 und Die Lotusblume op. 33 Nr. 3
Vier Gesänge op. 59,
Mondnacht op. 39 Nr. 5
PETER TSCHAIKOWSKY
Sinfonie Nr. 3 D-Dur op. 29 „Polnische“
Dieses Festivalkonzert ist ein Geschenk zum 75. Geburtstag der NDR Radiophilharmonie: Die NDR Radiophilharmonie bekommt Besuch von Kolleginnen und Kollegen aus Hamburg. Das NDR Vokalensemble widmet sich Chorwerken Schumanns, in denen die ganze Klangpalette eines Vokalensembles ausgelotet wird – von Frauenstimmen über den Männerchor bis zum gemischten Chor. Nach der Pause dann eine nur selten zu hörenden Sinfonie Tschaikowskys: seine Dritte – interpretiert vom NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Stardirigent Paavo Järvi.
Romantik pur: Schumanns Chormusik
Zunächst widmet sich das NDR Vokalensemble einigen Chorwerken Schumanns, in denen die ganze Klangpalette eines Vokalensembles ausgelotet wird - von Frauenstimmen über den Männerchor bis zum gemischten Chor. Wie sagte Schumann so schön? „Zur Ausbildung des eigenen melodischen Sinnes bleibt immer das Beste, viel für Gesang, für selbstständigen Chor zu schreiben.“ Das tat er! Und vertonte dabei Gedichte u. a. von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Rückert und Eduard Mörike. „Romantischer“ kann Kunst eigentlich kaum sein - gipfelnd in der berühmten Eichendorff-Vertonung „Mondnacht“, die Putniņš und das NDR Vokalensemble in einem Arrangement für Chor präsentieren.
Entdeckung: Tschaikowskys „Schumann-Sinfonie“
Nach der Pause interpretiert Paavo Järvi mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester dann ein ebenso selten zu hörendes Werk für volles Orchester: Peter Tschaikowskys Dritte Sinfonie - die einzige in seinem Schaffen, die in einer Dur-Tonart steht und fünf statt vier Sätze hat. Der Vergleich mit Schumann liegt also insbesondere bei diesem Werk auf der Hand, denn auch die Dritte des „seit Beethoven bedeutendsten Sinfonikers der deutschen Schule“ (Tschaikowsky) zeigt sich optimistisch und mit lockerer, fünfteiliger Satzfolge. Statt dem irreführenden Beinamen „Polnische“ - wegen der Polonaise im Finale - müsste Tschaikowskys Sinfonie also eigentlich die „Schumann'sche“ heißen!
Konzerteinführung mit Annette Kristina Banse und Hans Christian Schmidt-Banse »Treffpunkt im Unendlichen – Schumanns Chormusik und Tschaikowskys Dritte«, beginnt um 16:45 Uhr im Kleinen Sendesaal.
TICKETS
Karten sind zum Preis von 27 | 36 | 46 | 55 EUR erhältlich, es gelten die üblichen Ermäßigungen für Konzerte der NDR Radiophilharmonie. Sie sind beim NDR Ticketshop, Tel. 0511- 27 78 98 99, online unter www.ndr.de/radiophilharmonie und bei Eventim-Vorverkaufsstellen zu haben.
Tickets für das Schumann-Tschaikowsky-Festival gibt es unter Direktlink:
So, 01.03.2026 | 11.30 Uhr (Restkarten)
So, 01.03.2026 | 18 Uhr
Schumann-Tschaikowsky-Festival: Vier Hörner und „Hamlet“ (Festival 6)
NDR RadiophilharmonieStanislav Kochanovsky, Dirigent
Johannes-Theodor Wiemes, Horn
Ivo Dudler, Horn
Susanne Thies, Horn
Johannes Otter, Horn
Friederike Westerhaus, Moderation
ROBERT SCHUMANN - Konzertstück für vier Hörner und Orchester F-Dur op.86
PETER TSCHAIKOWSKY - “Hamlet” Fantasie-Ouvertüre nach Shakespeare op. 67
Zum Finale des Schumann-Tschaikowsky-Festivals dirigiert Stanislav Kochanovsky am 1. März Schumanns „Konzertstück für vier Hörner“ und Tschaikowskys „Hamlet“, moderiert von Friederike Westerhaus.
„Sein oder Nichtsein“
„Hamlet“: Mit Shakespeares wohl berühmtestem Werk geht das Schumann-Tschaikowsky-Festival der NDR Radiophilharmonie zu Ende. Eine „Hamlet“-Musik zu schreiben, war über viele Jahre Peter Tschaikowskys Wunsch, aber erst mit 48 Jahren fand er die richtigen Klänge dafür. Stanislav Kochanovsky stellt das Werk seines Landsmanns zusammen mit einer echten Rarität vor: Schumanns Konzertstück für vier Hörner.
Romantik mit Waldhorn
Es ist schon seltsam, so ziemlich jeder, der das Konzertstück für vier Hörner kennt, schwärmt davon. Schöner als hier wurde das Sehnsuchtsinstrument der Romantik wohl nie in Szene gesetzt. Aber zu hören ist das op. 86 von Schumann nur selten. Was daran liegt, dass man vier exzellente Hornist:innen erst einmal finden muss - bei der NDR Radiophilharmonie sitzen sie jedoch in den eigenen Reihen.
Drama ohne Worte
„Tschaikowskys Sprache erkennt man von der ersten Note an“, sagt Stanislav Kochanovsky. In der Fantasie-Ouvertüre „Hamlet“ braucht es nur ein paar Takte, schon umgibt uns die düstere Atmosphäre des dänischen Königshofs. Und auch danach erweist sich die Musik als treuer Begleiter durch die Handlung: von der Zerrissenheit Hamlets über die Liebe Ophelias bis zum tödlichen Ende. Ein Drama ohne Worte, in der unverwechselbaren Diktion des russischen Komponisten.
DAS KONZERT ON AIR
NDR Kultur schneidet mit und sendet das Konzert wenige Tage später im Radio.
TICKETS
Für das Konzert am Vormittag sind nur noch Restkarten verfügbar. Die Karten sind zum Preis von 27 | 34 | 41 EUR erhältlich, es gelten die üblichen Ermäßigungen für Konzerte der NDR Radiophilharmonie. Sie sind beim NDR Ticketshop, Tel. 0511- 27 78 98 99, online unter www.ndr.de/radiophilharmonie und bei Eventim-Vorverkaufsstellen zu haben.
Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo / Foto Sigrid Lappe
