Haushaltsjahr 2025: Defizit von 83 Millionen Euro

Kommunale Finanzkrise prägt Ergebnis

Region erreicht eigene Einsparziele

 

Die Region Hannover legt im vorläufigen Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2025 ein Defizit von 83,095 Millionen Euro vor. Damit ist das Ergebnis besser ausgefallen als ursprünglich mit 114,414 Millionen Euro Defizit erwartet.

Gegenüber dem Haushaltsjahr 2024 (-8 Millionen Euro) hat sich das Ergebnis allerdings deutlich verschlechtert. „Die stark negative Entwicklung der Finanzlage der deutschen Kommunen insgesamt schlägt sich damit auch im Jahresergebnis der Region Hannover nieder“, sagt Cordula Drautz, Finanzdezernentin der Region Hannover.


Allerdings konnten durch das verbesserte Ergebnis die im Haushaltssicherungskonzept (HSK) für 2025 angestrebten Konsolidierungsziele erreicht werden. „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ist es uns gelungen, unser Sparziel aus dem Haushaltssicherungskonzept umzusetzen. Ein Aufatmen gibt es aber leider nicht“, sagt Drautz weiter.

Insbesondere im Bereich der Eingliederungs- und Jugendhilfe zeigten sich Entwicklungen, die sowohl das Jahr 2025 als auch die Folgejahre die Region Hannover stark belasten werden. Die Ergebnisverbesserung im Jahr 2025 resultiert in erster Linie aus Einmaleffekten im Verkehrsbereich.
 
In der mittelfristigen Finanzplanung bis 2029 kalkuliert die Region jedes Jahr mit einem wachsenden Defizit. Eine Entwicklung, die die Gesamtfinanzlage der Kommunen in Niedersachsen und im Bundesgebiet widerspiegelt. „Es zeigt sich deutlich, dass auch in den kommenden Jahren große Konsolidierungsanstrengungen auf die Kommunen und auf die Region Hannover zukommen werden“, sagt Cordula Drautz in ihrem Ausblick – verbunden mit einem Appell: „So sehr wir uns auch anstrengen, ohne zusätzliche Unterstützung durch Bund und Land wird es nicht gelingen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, die sich vermutlich weiter zuspitzen, steht die Verwaltung vor einem enormen Spagat. Wir müssen eine nachhaltige Konsolidierung unserer Haushalte vorantreiben und gleichzeitig die staatliche Handlungsfähigkeit sichern. Dafür benötigt es einen strategisch ausgerichteten Ressourceneinsatz. Diesen nehmen wir bei unseren eigenen Prozessen konsequent in den Blick.“


Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo / Foto © Matthias Falk, hannover_fotografie