Anspruch wird Wirklichkeit:

Niedersachsen präsentiert in Brüssel den Weg zur sauberen Industrie von morgen


Am Montag, 4. Mai 2026, rückt Niedersachsen die industrielle Transformation in das Zentrum der europäischen Hauptstadt. Unter dem Titel „Anspruch wird Wirklichkeit: Niedersachsens Weg zur sauberen Industrie von morgen“ sprechen Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne, der Vorstandsvorsitzende der Salzgitter AG, Gunnar Groebler, und der Vorstandsvorsitzende der EWE AG, Stefan Dohler, in der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der EU über die Zukunft der europäischen Grundstoffindustrie.

Niedersachsen unterstreicht damit seine Rolle als Vorreiter bei der Dekarbonisierung der Industrie. Im Fokus stehen die notwendigen politischen Rahmenbedingungen, um Mammutprojekte wie die wasserstoffbasierte Stahlproduktion (SALCOS) und den Aufbau einer umfassenden Wasserstoffwirtschaft zum Erfolg zu führen.


Stimmen zur Veranstaltung:

  • Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen: „Niedersachsen glaubt an eine Industrie der Zukunft, weil wir mit EWE und der Salzgitter AG bei uns echte Role Models erfolgreicher Transformation haben. Mit Projekten wie SALCOS in Salzgitter zeigen wir, dass die Transformation zur Klimaneutralität machbar ist, wenn Bund, Land und EU an einem Strang ziehen. Und wir haben die Innovationsfähigkeiten und den Investitionswillen bei EWE, um eine umfassende Wasserstoffwirtschaft aufzubauen. Mit Niedersachsens größtem Stahlunternehmen und größtem Energieunternehmen haben wir beste Voraussetzungen für hochwertige Industriearbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und internationale Wettbewerbsfähigkeit – aber nur dann, wenn die Bundesregierung und die EU-Kommission ihre Hausaufgaben machen und die Weichen richtig stellen. Dabei dürfen wir keine weitere Zeit verlieren.“
  • Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG: „Emissionsarmer Stahl ist keine Zukunftsmusik – er wird Realität. Mit SALCOS sind wir europaweit Vorreiter der klimafreundlichen Stahlerzeugung. Dafür braucht es ein verlässliches Investitionsumfeld, das Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit zusammendenkt. Entscheidend ist, faire Wettbewerbsbedingungen, Stabilität in der klimapolitischen Ausrichtung der EU und Deutschlands zu sichern und wettbewerbliche Zukunftsmärkte für CO2-reduzierte Produkte zu schaffen. Das LESS-Label für Grünstahl ist dabei ein wichtiger Hebel – ebenso wie Stahl-Gutschriften in der PKW-Flottenregulierung und eine nachhaltige öffentliche Beschaffung mit Fokus auf europäische Produktion“.
  • Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender der EWE AG: „Die Industrie braucht grünen Wasserstoff und EWE investiert konsequent in die gesamte Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über die Speicherung bis zum Transport. Damit diese Investitionen fließen, benötigen wir aber stabile Marktmechanismen und eine pragmatische Überprüfung der Produktionskriterien durch die EU-Kommission. Die angekündigte Überarbeitung des Zusätzlichkeitskriteriums ist ein überfälliges Signal für die Planungssicherheit der Unternehmen.“ Zudem sei es wichtig und notwendig, daß die Bundesregierung die Chancen beim Wasserstoff erkennt und fördert. „Wir brauchen stabile Rahmenbedingungen, klare Marktanreize und ein Umfeld, das Investitionen in klimafreundliche Technologien begünstigt.“


Hintergrund: Die Veranstaltung findet am 4. Mai 2026, um 19.30 Uhr in der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der EU in Brüssel statt. Neben den Vertretern aus Niedersachsen nehmen Tiemo Wölken (MdEP) sowie und Dr. Kirsten Scholl, Director EU Affairs der Denkfabrik EPICO KlimaInnovation an der Veranstaltung teil.


 Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo / Fotos © Matthias Falk, hannover_fotografie