Niedersachsen investiert sechs Millionen Euro

in landwirtschaftliche Beratung


Beratungsanbieter können bis zum 24. November ein Angebot abgeben - die Beratung unterstützt landwirtschaftliche Betriebe dabei, Tierwohl, Krisenresilienz und Nachhaltigkeit zu stärken.


Die landwirtschaftlichen Betriebe in Niedersachsen stehen vor vielfältigen Herausforderungen: Sie müssen auf veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren, steigenden gesellschaftlichen und rechtlichen Anforderungen hinsichtlich Tierwohl sowie Arten- und Gewässerschutz gerecht werden und sich auf globale Krisen einstellen. Um sie dabei zu unterstützen, werden weitere sechs Millionen Euro bereitgestellt und die landwirtschaftliche Beratung in Niedersachsen bis 2029 fortgeführt. Das Vergabeverfahren für neutrale Beratungsanbieter ist gestartet und Interessierte sind dazu aufgerufen, sich an der Ausschreibung zu beteiligen.


Die Beratung landwirtschaftlicher Betriebe wird im Rahmen der Fördermaßnahme „Einzelbetriebliche Beratung“ des ländlichen Entwicklungsprogrammes „KLARA“ (Klima, Landwirtschaft, Artenvielfalt, Regionale Akteurinnen und Akteure) in der Förderregion Niedersachsen, Bremen, Hamburg angeboten.


Ziel der Förderung ist es, die Verbesserung der Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Betriebe unter besonderer Beachtung der Aspekte Klima- und Krisenresilienz sowie Tierwohl durch Wissenstransfer und professionelle Beratung zu unterstützen.


Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte: „In einer sich schnell wandelnden Welt benötigt die Landwirtschaft eine qualifizierte und bezahlbare Beratung. Die Führung eines Betriebes erfordert vorausschauende Entscheidungen und eine strategisch kluge Planung. Die Beratung unterstützt die Betriebe dabei, sich zukunftsfähig, resilient und nachhaltig aufzustellen. Daher freue ich mich, dass wir auch in den kommenden Jahren die landwirtschaftliche Beratung in Niedersachsen mit Mitteln der Gemeinsamen Agrarpolitik unterstützen können.“


Die einzelbetriebliche Beratung kann auf die jeweilige Situation des Hofes eingehen. Dazu gehören beispielweise Beratungen zur Weiterentwicklung der Betriebszweige, zu nachhaltigen, klimaresilienten Produktionen sowie zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Zusammen mit den Landwirtinnen und -wirten sollen tragfähige Lösungen gefunden werden, die den Betrieb zukunftssicher aufstellen.


Hintergrund:

Das Vergabeverfahren wird im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) durch das Logistik Zentrum Niedersachsen (LZN) durchgeführt.


Es ist auf dem Vergabemarktplatz des LZN „Vergabe.Niedersachsen“ unter dem Titel „Beratung landwirtschaftlicher Betriebe zur Erhaltung und Verbesserung der Biodiversität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft (EB)“ veröffentlicht.

Weitere Informationen auf der Vergabeplattform: vergabe.niedersachsen.de/Satellite/company/welcome.do


Die geförderten Beratungen können bei erfolgreicher Teilnahme voraussichtlich ab Ende Februar 2027 umgesetzt werden.


Das Haus der Beratungen


Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo / Foto ML