„Mein lieber Schwan!“
Sprengel Museum stellt neue Sammlungspräsentation vor.
Mit „Mein lieber Schwan!“ öffnet das Sprengel Museum Hannover eine umfassend neu konzipierte Präsentation seiner Sammlung auf rund 3.000 Quadratmetern! In zwanzig neu gestalteten Räumen treten mehr als 170 künstlerische Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts in überraschende Dialoge und zeigen sich in ungewohnte Konstellationen.
Zu sehen sind zentrale Werke unter anderem von Max Beckmann, Pablo Picasso, Georg Baselitz, Isa Genzken, Hannah Höch, Bruce Nauman, Gerhard Richter, Karin Sander und Timm Ulrichs. Die Neupräsentation verbindet Werke der Klassischen Moderne mit Gegenwartskunst und eröffnet neue Perspektiven auf Kunstgeschichte als offenes Geflecht aus Beziehungen, Brüchen und Wiederentdeckungen.
Die Neupräsentation orientiert sich in den Grundzügen an einer chronologischen Erzählung. Darin entfaltet sich über nichtchronologische Interventionen ein offenes Geflecht aus thematischen, historischen und ästhetischen Bezügen. Hier werden neue Perspektiven auf die Kunstgeschichte eröffnet und vertraute Werke in ungewohnte Zusammenhänge gestellt.

Ins rechte Licht gerückt: Schad, Christian Lotte (Die Berlinerin), 1927/28, Öl auf Holz, 66,2 x 54,5 cm, Sprengel Museum Hannover, Kunstbesitz der Landeshauptstadt Hannover; © VG Bild-Kunst, Bonn 2026; Foto: Herling/Herling/Werner, Sprengel Museum Hannover
„Uns interessiert, welche Beziehungen zwischen den Werken sichtbar werden. In dieser Präsentation bieten sich in teils ungewöhnlichen Konstellationen neue Interpretationsmöglichkeiten. Sie lassen vertraute Werke in neuem Licht erscheinen“, konstatiert Kuratorin Inka Schube.
Der Titel, entlehnt aus einem Werk der hannoverschen Künstlerin Christiane Möbus, markiert eine Haltung: Neugier als Prinzip, Überraschung als Methode.
„Die Sammlung des Sprengel Museum Hannover vereint in außergewöhnlicher Dichte zentrale Positionen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts – von den Avantgarden der Moderne bis in die Gegenwart. Gerade diese Vielfalt macht es möglich, immer wieder neue Beziehungen zwischen den Werken sichtbar werden zu lassen. Mit dieser Präsentation zeigen wir sie nicht als lineare Entwicklung, sondern als offenen Denkraum, in dem Reibung und unerwartete Zusammenhänge den Blick auf die Kunstgeschichte verändern. Die Einladung zur Neugier ist dabei Teil des Konzepts“, unterstreicht Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museum Hannover.
Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo / Titelfoto: Matthias Falk, hannover_fotografie
