Tanz & Performance bei den KunstFestSpielen 2026:
Drei deutsche Erstaufführungen und ein buntes Programm
Die KunstFestSpiele bieten 2026 ein abwechslungsreichen Tanz- und Performanceprogramm mit drei deutschen Erstaufführungen.
Chapters of Celebration des belgischen Regisseurs Benjamin Abel Meirhaeghe zollt am So 31.5. dem feiernden Körper Tribut. (Foto unten 1).
In Koproduktion mit den KunstFestSpielen inszeniert der US-amerikanische Choreograf Trajal Harrell mit seinem berührenden Solo Music Music am Di 2.6. Musik als im Körper archivierte Erinnerung und Geschichte.
Und in My Fierce Ignorant Step lässt der griechische Choreograf Christos Papadopoulos am Do 4.6. zehn Tänzerinnen und Tänzer im gemeinsamen Rhythmus ihrer Schritte zu einem vielschichtigen Körper verschmelzen.
Das
Postdigitale Morgenritual wird in Kooperation mit dem
Fuchsbau Festival realisiert und verbindet am
Sa 6.6. Performance mit Konzert und Hybrid Art und erforscht wie Mensch und Maschine produktiv zusammenwirken können: Um 5:00 morgens öffnen sich die Herrenhäuser Gärten für dieses besonderes Morgenritual mit integriertem Frühstück in der freitagsküche.

©) Fred DEbrock
Das Performanceprogramm richtet sich vor allem an Kinder, Familien und alle Neugierigen (aber explizit auch an Erwachsene): Am KinderKunstSpektakel am So 24.5. und Mo 25.5. entwickeln die Bälle in Ballroom ein magisches Eigenleben und durchbrechen die Gesetze von Zeit und Raum. Das verspielte Roboter-Ballett Simple Machines fragt humorvoll danach, wie wir mit der digitalen Transformation umgehen wollen. Bei beiden Veranstaltungen heißt es schnell sein, da sie bereits fast ausverkauft sind. Key Jack ist ein virtuoses Klavierkonzert und ein Zaubertrick für Augen und Ohren, bei dem man fast vergisst, dass gar kein Klavier vorhanden ist.
Und zum Festivalabschluss am Sa 6.6. und So 7.6. tanzen in der explosiven Action-Painting-Performance WASCO! zehn junge Darsteller*innen im Alter von 7 bis 13 Jahren mit Buntstiften und Pinseln und erbauen dabei ihr eigenes Universum.
Am Mi 29.4. ruft die zweite Veranstaltung der neuen SpektakelAkademie: Anlässlich des 120. Geburtstages von Hannah Arendt und hinführend zur Premiere von The Day Before von Brigitta Muntendorf, Christiane Jatahy und Rosa Montero laden die Kunstfestspiele gemeinsam mit den HANNAH ARENDT TAGEN und dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover zum Talk Acts of Peace in Times of War in die Orangerie ein. Ausgangspunkte sind der Mythos der Ilias und die von Hannah Arendt und ihrer Zeitgenossin Simone Weil geprägten Begriffe zu Gewalt, Macht und Freiheit. Die Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Aleida Assmann und der Historiker Jörn Leonhard diskutieren über die Frage, die heute bittere Aktualität hat: Wie kann Krieg beendet werden? Der Eintritt ist frei. Bitte vorab anmelden.
Ute Micha, PreDiNo, Sigrid Lappe HaWo

