GWK bewilligt Förderung von Forschungsbau „NaviGate“
Starkes Signal für exzellente Spitzenforschung in Niedersachsen
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) hat die Förderung des neuen Forschungsbaus „NaviGate“ an der Universität Oldenburg beschlossen.
„Die Entscheidung ist ein starkes Signal für die Universität Oldenburg und für den Wissenschaftsstandort Niedersachsen. Mit NaviGate entsteht eine Forschungsinfrastruktur von internationalem Rang, die die Spitzenforschung zur Tiernavigation auf ein neues Niveau hebt. Besonders überzeugend ist die enge Verbindung zum erfolgreichen Exzellenzcluster NaviSense. Der Forschungsbau knüpft unmittelbar an die herausragende Arbeit der Oldenburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an und schafft beste Voraussetzungen für neue Forschungserkenntnisse“, so Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs.

Der Forschungsbau kostet insgesamt rund 99,3 Millionen Euro und wird im Rahmen der gemeinsamen Forschungsbauförderung jeweils zur Hälfte von Bund und Land finanziert. Bereits im Vorfeld hatte der Wissenschaftsrat das Vorhaben aufgrund seiner wissenschaftlichen Exzellenz und seines hohen Innovationspotenzials zur Förderung empfohlen.
Im Mittelpunkt des Neubaus steht ein Virtual-Reality-Forschungsdome, der realitätsnahe Umweltbedingungen simulieren kann, ohne die für viele Tiere wichtige Magnetfeldwahrnehmung zu stören. Diese weltweit besondere Infrastruktur wird es ermöglichen, die Orientierung und Navigation von Tieren unter kontrollierten Bedingungen und unter Einbeziehung verschiedener Sinnesreize gleichzeitig zu untersuchen. Forscherinnen und Forscher wollen unter anderem besser verstehen, wie sich Zugvögel, Insekten und andere Tiere über große Distanzen orientieren und welche Bedeutung dabei Magnetfelder, visuelle Reize, Gerüche, Geräusche oder weitere Umweltsignale haben.
Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo / Bildnachweis: © HTP Hidde Architekten
