Tanz/Performance im Fokus der 17. Kunst-Festspiele
Mit drei Deutschlandpremieren steht der Tanz bei den KunstFestSpielen im Fokus am 31.05., 02. und 04.06. 2026
Nach einem gefeierten Festivalauftakt mit Konzerten, Installationen, Musiktheater und dem KinderKunstSpektakel inszenieren renommierte Choreografinnen und Choreografen aufregendes Tanztheater.
So 31.5.. 18:00, Orangerie: 'Chapters of Celebration',
im Anschluss Talk mit Benjamin Abel Meirhaeghe,
Deutsche Erstaufführung
Chapters of Celebration ist eine energiegeladene Performance, die dem feiernden Körper Tribut zollt. Als musikalischer roter Faden dient „die Torheit“ („La Folia“), ein Musikthema aus dem Iberischen Raum des 15. Jahrhunderts des Komponisten und Pianisten Wouter Deltour. Regisseur Benjamin Abel Meirhaeghe lädt sechs renommierte Choreografinnen und Choreografen ein, den feiernden Körper in „Kapiteln“ zu inszenieren, die Gegensätze von Barocktanz und Ballsaal oder Jazz und Rave verbinden.
Harrell, Christos Papadopoulos und Lisbeth Gruwez bringen drei Deutschlandpremieren auf die Bühnen der KunstFestSpiele 2026.
Zudem lädt der Regisseur Benjamin Abel Meirhaeghe am 31.05.für seine neue Arbeit
Chapters of Celebration die sechs Choreografinnen und Choreografen Michele Rizzo, Cherish Menzo, Ninja Lasseindra, Iker Karrera, Jeremy Nedd und Toni Jodar in die Orangerie Herrenhausen ein. (Foto oben links)
Di 2.6. / 19:30, Schauspielhaus Hannover: Music Music
Der Titel ist Programm: Mit Music Music inszeniert der US-amerikanische Choreograf Trajal Harrell Musik als ein zentrales Element seiner künstlerischen Praxis und wurde dafür bei der Uraufführung bei den Wiener Festwochen von Publikum und Presse gefeiert.
Seine spezifische Beziehung zur Musik prägt auch den choreografischen Stil, in dem feiner Humor seine Arbeiten durchzieht. Für sein gleichermaßen intimes wie intensives Solo bedient Harrell sich nun aus einem weiten Spektrum musikalischer Werke, die ihm aus seiner langjährigen choreografischen und tänzerischen Arbeit im Bewusstsein geblieben sind.
In Music Music ruft Harrell die musikalischen Erinnerungen auf: Wiedersehen, Wiederhören, Wiederspüren – die Transformationen von Körper, Herz und Gedanken stehen im Zentrum von Harrells Solo.
Im Anschluss Talk mit Trajal Harrell
Foto: Nurith Wagner-Strauss, 2026
Do 4.6. / 19:30, DHC Halle
My Fierce Ignorant Step,
Christos Papadopoulos.
Deutsche Erstaufführung
Rhythm is it! Zehn Tänzerinnen und Tänzer verschmelzen im gemeinsamen Rhythmus ihrer Schritte zu einem vielschichtigen Körper, dessen präzise und transzendente Bewegungen die Spontaneität und Kraft des Augenblicks offenbaren. Die kollektive Bewegung kulminiert in einer ekstatischen Klanglandschaft aus Schritten, Stimmen und Atem, wie ein langsam anschwellender Galopp. Erinnerungen und Geräusche, Stimmen und Körper schwingen wie Musikinstrumente zusammen und steigern sich sukzessive zu einer rauschhaften Eruption.
In dem neuen Werk des minimalistisch arbeitenden griechischen Choreografen Christos Papadopoulos wird Bewegung zu einem Lied, in dem die Körper der Tänzerinnen und Tänzer pulsieren – und durch sie hindurch auch die Körper des Publikums. Ein optimistisches, extrovertiertes und magisches Werk über die ersten Male, über erste Begegnungen, über den Zauber des Anfangs.
Fierce und ignorant bedeuten hier: leidenschaftlich und unbeirrbar. Jeder Schritt ist zwingend.
Im Anschluss Talk mit Christos Papadopoulos.
Ute Micha, PrreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo





