DEHOGA begrüßt Nationale Tourismusstrategie der Bundesregierung
Präsident Breuckmann fordert schnelle Umsetzung der angekündigten Arbeitszeitflexibilisierung
Der DEHOGA Niedersachsen begrüßt ausdrücklich die von der Bundesregierung vorgestellte Nationale Tourismusstrategie. Die Strategie setzt wichtige Impulse für die Zukunftsfähigkeit des Tourismus und des Gastgewerbes – insbesondere für kleine und mittelständische Betriebe.
„Der Tourismus ist in Niedersachsen ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Mit rund 330.000 Beschäftigten steht dieser Bereich in seiner gesamtwirtschaftlichen Bedeutung auf Augenhöhe mit der Automobilindustrie oder dem Baugewerbe“, betont DEHOGA-Präsident Dirk Breuckmann. Darüber hinaus wirke das Gastgewerbe als Impulsgeber für zahlreiche weitere Bereiche wie Einzelhandel, Handwerk und Kulturwirtschaft.
Breuckmann begrüßt insbesondere die Zielrichtung der Strategie, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche nachhaltig zu stärken. „Bürokratieabbau, steuerliche Entlastungen, die Förderung von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz sowie ein moderner Rechtsrahmen sind entscheidende Stellschrauben, um unsere Betriebe zukunftsfest aufzustellen“, so der Präsident. Positiv sei zudem, dass die Strategie nicht nur touristische Gäste, sondern auch die einheimische Bevölkerung sowie Geschäftsreisende mit ihren unterschiedlichen Erwartungen in den Blick nehme.
Ein zentrales Element für den Erfolg der Nationalen Tourismusstrategie die angekündigte Flexibilisierung der Arbeitszeit. „Hier erwarten wir nun konkrete gesetzliche Schritte. Flexible Arbeitszeitmodelle sind ein Schlüssel, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und gleichzeitig die Attraktivität unserer Branche als Arbeitgeber zu erhöhen“, erklärt Breuckmann. Flexibilisierung bedeute dabei nicht Mehrarbeit, sondern passgenaue Modelle – etwa die Möglichkeit, die Arbeitszeit auf weniger als fünf Tage pro Woche zu verteilen, orientiert an den individuellen Lebenssituationen der Beschäftigten.
Gleichzeitig eröffne mehr Flexibilität auch den Betrieben neue Chancen: „Sie stärkt die Wirtschaftlichkeit, hilft dabei, Arbeitsplätze zu sichern, und ist vor dem Hintergrund rasant steigender Lohnnebenkosten für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer gleichermaßen dringend notwendig“, so Breuckmann weiter.
Auch beim Bürokratieabbau und der Digitalisierung sieht der DEHOGA Niedersachsen großen Handlungsbedarf. „Weniger Bürokratie schafft Freiräume, um sich wieder stärker um das zu kümmern, was unsere Branche ausmacht: Gastfreundschaft und echte Erlebnisse“, sagt Breuckmann. Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von KI und digitalen Lösungen seien zudem eine flächendeckende Mobilfunkversorgung und eine leistungsfähige Glasfaserinfrastruktur.
Gemeinsam mit dem Tourismusverband Niedersachsen setzt sich der DEHOGA Niedersachsen dafür ein, den Tourismus als Leitökonomie anzuerkennen – wie es auch im Koalitionsvertrag des Landes verankert ist. „Die Nationale Tourismusstrategie unterstützt diese Forderung ausdrücklich. Jetzt gilt es, die richtigen Weichen zu stellen und die Strategie mit Leben zu füllen“, so Breuckmann abschließend.
Der DEHOGA Niedersachsen ist der Unternehmerverband des Gastgewerbes mit knapp 5.000 Mitgliedern, davon über 1.300 Ausbildungsbetriebe. Er macht Branchenpolitik und vertritt die Interessen seiner Mitglieder aus Hotellerie und Gastronomie. Der DEHOGA Niedersachsen ist in acht Bezirksverbände gegliedert, die in rund 60 Kreis- und Ortsverbände unterteilt sind.
Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo / Zitel-Logo DEHOGA
