clemensklingt. Basilika St. Clemens startet in die dritte Saison
Orgel, Jazz und Improvisationen 2026
Jahresprogramm 2026 von clemensklingt: Musik an der Basilika St. Clemens mit über 20 Konzerte, Orgelvespern und musikalische Kooperationen.
„Mit dem Programm setzen wir neue und überraschende Akzente in der Basilika“, sagt Francesco Bernasconi, Regionalkantor der Katholischen Kirche in der Region Hannover und Verantwortlicher für clemensklingt.
Elektronische Musik, Improvisationen, Jazz und Lobpreis sorgen für ungewohnte Klänge: „Schon der Auftakt am Samstag, 31. Januar, mit einem Improvisationsabend von Studentinnen und Studenten der Universität Hildesheim zeigt die Bandbreite, die unseren Besucherinnen und Besuchern geboten wird.“
Im August wird die "Little Jazz Mass" von Bob Chilcott in der Basilika gesungen und auf dem Platz vor der Kirche findet ein Worship-Open-Air statt. Worship- oder Lobpreis-Musik verbindet Pop-Rhythmen mit gesungenen Gebeten oder spirituellen Texten, die von einem starken Glauben an Gott erzählen.
Die Verbindung aus Musik und Gebet ist nicht neu. „Auch die eher klassische kirchenmusikalische Form zieht sich durch unser Programm“, so Bernasconi. Er verweist auf eine Reihe von Orgelvespern zu kirchlich geprägten Zeiten wie zur Fastenzeit, zu Ostern, Pfingsten, Erntedank oder dem Hochfest Christkönig als Abschluss des Kirchenjahrs eine Woche vor dem 1. Advent.
„Diese abendlichen Orgelkonzerte, teilweise mit Gesang, stellen dabei einen geistlichen Gedanken in den Mittelpunkt, wie Umkehr, Demut oder Dankbarkeit.“ Zudem kommt durch die Konzertreihe die Klangfülle der Klais-Orgel in der Basilika zum Tragen.
Fortgesetzt werden auch bewährte Reihen wie „clemenseinst“, die Konzertreihe für Alte Musik. „Unser diesjähriger Leitgedanke für diese Reihe ist Verwandlung“, erläutert Bernasconi. Auch hier findet sich ein ungewöhnliches Konzert in der Reihe: ein „Remix“, der Alte Musik mit elektronischen Klängen verbindet (12. Juni).
Italien und Großbritannien sind zwei weitere Eckpunkte im Programm. Bereits zum dritten Mal werden vom 18. bis 20. September unter dem Motto „Kennst du das Land“ die Tage italienischer Musik aufgeführt: „Das ist wie ein Konzert in drei Sätzen, das weltliche, kirchliche und populäre Musik vereint.“ Die Schirmherrschaft für diese Reihe hat das Italienische Generalkonsulat.
Neu ist der britische Advent unter dem Titel „Rejoice in the Lord“. Der Portsmouth Cathedral Choir wird am 18. Dezember ein Konzert geben, Christmas Carols werden am 19. Dezember vom Propsteichor St. Clemens gesungen.
Zum Programm gehören neben den Konzerten und Reihen auch Fortbildungen. In diesem Jahr beispielsweise Workshops zum Kantorendienst in heiligen Messen, zu Orgelimprovisation und zu Gospelgesängen. „Eine besondere Kooperation verbindet uns mit der Cella St. Benedikt“, sagt Bernasconi. Zusammen mit den im Stadtkloster Hannover lebenden Benediktinern werden Grundlagen der Gregorianik, dem einstimmigen lateinischen Chorgesang, erschlossen.
Eine weitere Kooperation hat es bereits im Vorfeld dieses Jahresprogramms gegeben: „Zusammen mit der Ateliergemeinschaft von Goethe Exil wurde ein neues Logo und eine veränderte grafische Gestaltung erarbeitet“, berichtet Bernasconi. Die Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern hat im vergangenen Jahr die Ausstellung „Little Boy – Fat Man“ aus Anlass des 80. Jahrestages des Atombombenabwurfes auf Hannovers Partnerstadt Hiroshima in der Basilika St. Clemen präsentiert. Die musikalische Gestaltung beim Rahmenprogramm lag in den Händen von Bernasconi: „Daraus hat sich nun eine weitere Zusammenarbeit für unser Erkennungszeichen ergeben.“
Hinweis in Kürze: Der Katholischen Kirche in der Region Hannover gehören über 125 000 Katholikinnen und Katholiken an. Sie umfasst nicht nur die Landeshauptstadt, sondern reicht von Nienburg bis Lehrte und von Burgdorf bis Springe. Gegliedert ist die Katholische Region in 23 Pfarrgemeinden mit 60 Kirchen und vier Missionen für Katholikinnen und Katholiken anderer Muttersprache sowie mehrerer Verbände.
In enger Kooperation mit der Katholischen Familienbildungsstätte, der Caritas, den Maltesern und dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) werden zahlreiche Begegnungs-, Beratungs-, Betreuungs- und Unterstützungsmöglichkeiten angeboten.
Die Haupt- und Mutterkirche ist die 1718 geweihte Basilika St. Clemens.
Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, HaWo / Fotos © Matthias Falk, hannover_fotografie
