15 Jahre enercity Härtefonds: Hilfe, die wirkt
Strom und Wärme gehören zu den Grundvoraussetzungen für ein sicheres und selbstbestimmtes Leben. Doch was passiert, wenn Menschen unverschuldet in finanzielle Not geraten und ihre Energierechnung nicht mehr bezahlen können und keine staatliche Unterstützung greift? Für diese Situationen wurde der enercity Härtefonds e. V. ins Leben gerufen. Diese Plattform dient dazu, Hilfsmöglichkeiten für Betroffene auszuloten. Seit 15 Jahren hilft er jährlich durchschnittlich 1.650 Menschen in Hannover und der Region, drohende Energiesperren zu vermeiden. Damit steht der Fonds beispielhaft für kommunale Verantwortung, die über die Energieversorgung hinausgeht.
Insgesamt konnten durch die Zusammenarbeit von enercity, Jobcenter und Sozialbehörden seit Gründung des Härtefonds rund 25.000 drohende Sperrfälle abgewendet werden. Für diese Unterstützungsleistungen wurden von enercity mehr als 420.000 Euro bereitgestellt. Die Zahl der Energiesperren bei enercity ist seit Einführung des Modells um ca. 60 Prozent zurückgegangen.
Christian Haferkamp, Vorsitzender des enercity Härtefonds e. V. und Chief Sales Officer der enercity AG, erklärt: „Der Fonds steht für schnelle und unbürokratische Hilfe in schwierigen Lebenssituationen. Hinter jedem Antrag steht ein Mensch, der durch unvorhersehbare Ereignisse in wirtschaftliche Not geraten ist. Unser Ziel war von Anfang an, Menschen in diesen Situationen zur Seite zu stehen. Dass wir gemeinsam mit enercity, der Landeshauptstadt Hannover, dem Jobcenter und den Sozialbehörden bereits vielen Betroffenen helfen konnten, zeigt die Stärke dieser Partnerschaft. Der Härtefonds beweist, dass Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt ganz konkret wirken können.“
Sylvia Bruns, Sozialdezernentin der Landeshauptstadt Hannover betont: „Seit 15 Jahren steht der enercity Härtefonds für gelebte Solidarität in Hannover und für die Verantwortung, Menschen in schwierigen Lebenslagen nicht allein zu lassen. Er zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn eine Stadt und ein ihr eng verbundenes Unternehmen gemeinsam handeln und sich nachhaltig für die Menschen vor Ort engagieren. Dass der Fonds seit eineinhalb Jahrzehnten so vielen Hannoveranerinnen und Hannoveranern schnell und unbürokratisch helfen konnte, ist ein großer Erfolg und ein starkes Bekenntnis zum sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt. Mein herzlicher Dank gilt enercity sowie allen Beteiligten, die dieses wichtige Hilfsangebot seit 15 Jahren ermöglichen.“

Im Austausch für Menschen in schwierigen Lebenslagen: Sylvia Bruns, Sozialdezernentin der LHH, und Christian Haferkamp, Vorsitzender des enercity Härtefonds e. V und Chief Sales Officer der enercity AG, im Gespräch.
Foto: enercity/P. Sonnack
Wie der Härtefonds Energiesperren verhindert
Gegründet wurde der enercity Härtefonds im Jahr 2011 gemeinsam von enercity und der Landeshauptstadt Hannover. Mit ihm ist ein Netzwerk flexibler Zusammenarbeit in Gang gesetzt worden: Wird ein Antrag beim Jobcenter der Region Hannover oder beim Fachbereich Soziales der Landeshauptstadt Hannover geprüft, setzt enercity den Mahn- und Sperrprozess in möglichen Härtefällen vorübergehend aus.
In der Regel werden Sozialleistungen bewilligt, sodass damit eine Sperrung vermieden werden kann. In den Fällen aber, in denen keine staatliche Hilfe gewährt wird und die Betroffenen unverschuldet in wirtschaftliche Not geraten sind, greift der enercity-Härtefond.
So wird sichergestellt, dass die Hilfe gezielt bei den Menschen ankommt, die sie tatsächlich benötigen. Mehr als die Hälfte der Anträge stammen von Familien mit minderjährigen Kindern oder Alleinerziehenden. Weitere Unterstützungen werden insbesondere aufgrund von Krankheit, gesundheitlichen Einschränkungen oder hohem Alter gewährt. Der Härtefonds leistet dabei einmalige Hilfe für enercity-Kund:innen in einer
akuten Notlage.
Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, Hawo
